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Der Club der GentlemenIm Buch versteckt

Wer gewisse Dinge statt auf der Bank lieber in seinen vier Wänden wissen will, legt sich einen Tresor zu.

Wohin mit dem «Notgroschen»? Zum Beispiel in einen Tresor, der wie das Buch «Treasure Island» oder «Holy Bible» aussieht.
Wohin mit dem «Notgroschen»? Zum Beispiel in einen Tresor, der wie das Buch «Treasure Island» oder «Holy Bible» aussieht.

Es gehört zu den Eigenheiten des Menschen, Geheimnisse zu haben – sei es aus Schutz vor anderen oder auch aus reiner Freude am Versteckspiel. Wir wissen von Geheimgängen in Klöstern und Burgen, von verborgenen Türen in Schlössern oder ebensolchen Fächern in Schreibtischen und von Geheimnissen, die beim Arzt oder Pfarrer sicher aufgehoben sind.

Und natürlich will der Mensch seinen materiellen Besitz oder gewisse Akten teilweise sicher verwahrt wissen. Der Mann von Welt nutzt dazu in der Regel die Bank. Doch darüber hinaus kann es auch sein, dass er sich noch einen Tresor in den eigene vier Wänden zulegt, um darin – schnell griffbereit – seinen «Notgroschen» oder wertvollen Schmuck zu lagern.

Für Geld ist der Platz unter dem Kopfkissen oder der Matratze schon längst passé; solche Verstecke kennt jeder. Ein kleiner Tresor hinter dem Bild an der Wand ist da schon etwas gewiefter. Noch origineller aber – und das sei gerade literarisch Interessierten ans Herz gelegt – ist ein Buchtresor. Denn welcher Einbrecher würde schon ein Bücherregal auf einen Tresor in Buchform durchsuchen? Es käme ihm wohl kaum in den Sinn den «New English Dictionary» (erhältlich bei Monsterzeug Schweiz) oder die «Holy Bible» (E-Commerce-Unternehmen Wish) auf eine sicher verschliessbare Geldkassette hin abzuklopfen. Oder würden Sie hinter dem kunstledernen Buchrücken mit der Aufschrift «Treasure Island» (The British Shop) einen Safe vermuten?

Die einzige Gefahr lauert vielleicht in einem selbst: dass man nämlich den Schlüssel zum Buchtresor verlieren könnte. Doch auch dazu gibt es eine sichere Lösung: Man verstaut ihn einfach im «Treasure Island» Band II.

3 Kommentare
    Sandro Benz

    Diese Buchtresore gibt es schon lang - wem das nicht bekannt ist, der ist ein schlechter Dieb :-)