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Depressionen bei Jugendlichen«Ich wollte mir nichts anmerken lassen»

Nur jeder fünfte Jugendliche mit Depressionen bekommt eine Diagnose, dabei wäre Früherkennung entscheidend. Die 17-jährige Alina erzählt, wie es ihr ergangen ist.

Sich Hilfe zu holen, lohne sich auf jeden Fall, sagt Alina.
Sich Hilfe zu holen, lohne sich auf jeden Fall, sagt Alina.
Illustration: Benjamin Güdel

«Es kann jeden treffen», sagt die 17-jährige Alina. Ein traumatisches Erlebnis brauche es nicht. Ihr sei es schleichend immer schlechter gegangen. Das Zimmer zu verlassen, kostete mehr und mehr Kraft. Stundenlang sass sie auf ihrem Bett. Was sie die vielen Stunden machte? Sie weiss es nicht mehr genau. Durchs Handy scrollen, Serien schauen. Und irgendwie versuchen, sich vor den schlimmsten Gefühlen zu schützen.

Wie sich Alina fühlte, passte jedoch nicht zum Alltag, den sie meistern sollte. «Die Probezeit im Gymi waren die schwierigsten Monate», sagt sie. Schon in der Sekundarschule hatte sie das Gefühl gehabt, nicht so richtig dazuzugehören. «Ich begann mich zurückzuziehen.» Dabei sei sie früher ein fröhliches Mädchen mit vielen Hobbys und Freunden gewesen. Wenn die anderen sich trafen, fand sie jetzt Ausreden. «Dass ich auf die Gymi-Prüfung lernen musste, kam mir gelegen.»

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