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kofler&karriere@homeWarum ich Daueroptimisten hasse

2020 war nicht nur schlecht. Das Jahr hat ein paar wertvolle Erkenntnisse über die Mitmenschen in der Firma gebracht.

Arbeitskollegen, die Bilder von sich im Lotus-Sitz in der Stube posten, sind schwer erträglich.
Arbeitskollegen, die Bilder von sich im Lotus-Sitz in der Stube posten, sind schwer erträglich.
Foto: Getty Images

Ich glaube, jeder will dieses Corona-Jahr einfach so schnell wie möglich abbuchen. Doch das vermaledeite 2020 kam auch einer Entlarvung gleich: Man hat gemerkt, was Berufskolleginnen, Chefs und Geschäftspartner in der Krise taugen – oder eben nicht. Hier sind meine drei wertvollsten Erkenntnisse:

Selbst hartnäckige Optimisten werden ruhiger

Ich hatte schon immer ein gespaltenes Verhältnis zu Menschen, die allem sofort das Gute abgewinnen. 2020 hat mir definitiv gezeigt, dass sie toxisch sind. Corona hat diese ewigen Optimisten ja sofort zu Hochform auflaufen lassen: Sie haben sich blitzartig und vermeintlich mühelos im Homeoffice installiert und ihre positive Haltung der Krise gegenüber umgehend verbreitet in Form von philosophischen Posts oder Bildern, die zeigen, wie sie im Lotus-Sitz in der Stube sitzen oder auf dem Bergbänkli entspannt ein Rivella trinken, das Mountainbike neben sich. Wer – wie ich – in den letzten Monaten zwischen Kinderbetreuung und Job aufgerieben wurde, erträgt so was nicht. Es verschafft mir Genugtuung, dass diese Gattung Mensch jetzt, wo die Pandemie bereits zehn Monate läuft, deutlich ruhiger geworden ist. Ist irgendwie tröstlich, dass auch ihre positive Energie endlich ist.

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