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Holocaust-Roman«Ich spreche zu einer Leiche von morgen»

«Ferien am Waldsee» von Carl Laszlo, der nach dem Krieg in Basel lebte, ist ein erschütterndes Dokument. Und gleichzeitig grossartige Literatur.

Als junger Mann erlebte Carl Laszlo im Konzentrationslager die Hölle und verarbeitete diese Erlebnisse in seinem Buch «Ferien am Waldsee». Später lebte der gebürtige Ungar in Basel am Sonnenweg und machte sich als Kunstsammler einen Namen.
Als junger Mann erlebte Carl Laszlo im Konzentrationslager die Hölle und verarbeitete diese Erlebnisse in seinem Buch «Ferien am Waldsee». Später lebte der gebürtige Ungar in Basel am Sonnenweg und machte sich als Kunstsammler einen Namen.
Foto: Margrit Müller

«Hier, hinter diesem zehnfachen Stacheldraht, ohne Namen, die meisten auch ohne Nummern, weniger wert als das Fett, das aus unserem Körper fliessen wird und aus dem Seife gemacht werden wird, hier, wo wir es zum ersten Mal glauben müssen, dass wir sterben werden, hier sind wir frei.»

Es geht nicht anders, als die Besprechung von «Ferien am Waldsee» mit den Worten des Autors selber zu beginnen, denn eigene Worte zu finden, für das, was Carl Laszlo erlebt und auf rund 100 Seiten beschrieben hat, wäre verfehlt. Weil keine Menschenseele, die das, was Laszlo sah, nicht selber erlebt hat, dafür die Worte finden kann.

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