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Komponieren in der Pandemie«Ich kenne Musiker, die andere Jobs annehmen mussten»

Die Vielfalt der Jurymitglieder widerspiegle den Reichtum der Musik, ist Michael Jarrell überzeugt.

Herr Jarrell, die als anspruchsvoll geltende Neue Musik kommt in der Regel am besten an, wenn die Leute sie live im Konzert hören können. Die Basel Composition Competition findet nun aber pandemiebedingt ohne Publikum statt und wird im Live-Stream übertragen. Wäre es nicht besser, die Wettbewerbskonzerte zu verschieben?

Musik sollte man – wenn immer möglich – live erleben. Das direkte, unmittelbare Erlebnis im Publikum lässt sich durch keine technischen Mittel ersetzen. Aber die Leitung des Kompositionswettbewerbs wollte an der Durchführung des Anlasses trotz vieler Einschränkungen festhalten – und ich meine, zu Recht. Denn viele Kunstschaffende leiden schon genug unter der gegenwärtigen Lage; ich kenne Fälle von Musikern, die andere Jobs angenommen haben, um über die Runden zu kommen. Der Wettbewerb bietet Komponistinnen und Komponisten weltweit eine Perspektive, die wir ihnen nicht auch noch nehmen wollen. Eine gewisse Kontinuität ist auch für die drei beteiligten Basler Orchester wichtig, die sich mit Blick auf den Wettbewerb koordinieren müssen.

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