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FCB-Neuzugang Pajtim Kasami«Ich kann mir auch mehr als zwei Jahre vorstellen»

Pajtim Kasami spricht über seinen Wechsel zum FC Basel, über seine Ziele mit dem Team, über kleine Orientierungsprobleme – und über seine Beziehung zu Matias Delgado.

«Ich will unbedingt Meister werden». Pajtim Kasami hat klare Ziele mit dem FC Basel.
«Ich will unbedingt Meister werden». Pajtim Kasami hat klare Ziele mit dem FC Basel.
Foto: Jean-Christophe Bott (Keystone)

Am Mittwoch wurde Neuzugang Pajtim Kasami vom FC Basel offiziell präsentiert. Bei einer Medienrunde sprach der 28-Jährige über:

… die Gründe für seinen Wechsel: Der FC Basel war für mich schon immer ein spezieller Verein. Er gehört zu den besten Clubs der Schweiz: Hier haben so viele grosse Spieler gespielt, das Team hat sich international oft durchgesetzt. Ich erinnere mich, wie man am Mittwoch den Fernseher eingeschaltet und die grossen Nächte verfolgt hat. Mit Spielern wie Alex Frei, Marco Streller, Matias Delgado. Es ist ganz normal, dass es mal einen Umbruch gibt. Man braucht jetzt wieder das Vertrauen, dann können wir um den Meistertitel mitspielen. Das hat für mich auch den Reiz ausgemacht: Ich will unbedingt Meister werden.

… seine ersten Tage in Basel: Auf dem Weg zum Stadion habe ich heute Morgen etwas länger gebraucht, weil ich mich mit dem Auto verfahren habe. Sieben Minuten stand auf dem Navi, am Ende habe ich 20 gebraucht. Und auf dem Weg zum Platz bin ich mit dem Rad auch zu weit gefahren. Aber mit Taulant Xhaka, Valentin Stocker, Fabian Frei oder Timm Klose kenne ich bereits einige Spieler, das hilft in den ersten Tagen.

… seinen Weg zum FCB: Es ist eine spezielle Geschichte. Es gab in der Vergangenheit immer wieder mal Gespräche zwischen mir und dem Club. Jetzt zählt aber nur, dass ich hier sitze und das Logo auf der Brust trage. Für mich ist der Schritt zum FCB kein Zwischenschritt. Ich habe hier einen Vertrag über zwei Jahre unterschrieben. Und ich kann mir auch mehr als zwei Jahre vorstellen.

… Angebote von anderen Clubs: Ja, es gab andere Angebote. Aber der FCB hat mich am meisten überzeugt. In den letzten Monaten ist viel passiert, das gehört dazu, so ist das Transferfenster. Ich habe mich aber immer geschlossen gehalten und alles abgeblockt. Deswegen gab es auch nicht viele Gerüchte um meine Person. In der Corona-Krise ist es für keinen Club einfach. Wichtig ist, dass wir uns am Ende gefunden haben.

Ich bin ein Spieler mit Power, die dem Gegner, aber auch mir selbst weh tun kann.

Pajtim Kasami

… seine Fitness: Ich habe mich zuletzt mit meinem Coach fit gehalten und trainiert. Ich fühle mich gut. Wir hatten zum Ende der letzten Saison viele Spiele, einen hohen Rhythmus. Darum war es auch wichtig, dass ich mich erholen und die Batterien aufladen konnte. Ich brauche aber sicher ein, zwei Spiele, bis ich wieder bei 100 Prozent bin.

… seine Rolle im Team: Es wird von mir erwartet, dass ich meine Qualitäten auf dem Platz zeige und meine Leader-Qualitäten in Bezug auf die jungen Spieler einbringe. Ich soll ihnen helfen. Ich fühle mich zwar selber noch jung, ich bin 28, aber man muss die jungen Spieler führen. Es ist Gold wert, wenn man Erfahrungen weitergeben kann. Das kann man nicht kaufen. Mich hat es zum Beispiel nicht überrascht, dass der FCB letzte Saison bis in die Viertelfinals der Europa League vorgestossen ist. Wenn man diese Situation schon mal erlebt hat, dann geht man lockerer und sicherer ins Spiel.

… seine Spielweise: Ich bin ein Spieler mit Übersicht, mit Spielintelligenz, aber auch mit Power, die dem Gegner, aber auch mir selbst weh tun kann. Hauptsache, der Ball ist danach noch rund (lächelt). So ist meine Spielweise, mit Feinheit und Härte.

… seine Karriere: Ich habe in der Premier League gespielt, in der Serie A. In den letzten drei Saisons habe ich 100 Spiele für den FC Sion gemacht. Das zeigt mir: Ich bin auf dem richtigen Weg. Denn dass ich jetzt hier bin, hat damit zu tun, dass ich meine Leistungen in Sion gebracht habe. Aber ich höre jetzt nicht auf. Ich denke, dass ich bald auf dem Höhepunkt meiner Karriere ankomme.

seine Beziehung zu Matias Delgado: Ich habe geliebt, wie er gespielt hat. Wie er den Ball kontrolliert hat, wie er den Ball gespielt hat. Er hat mich inspiriert, er ist von der Position ein ähnlicher Spielertyp wie ich. Vorletztes Jahr habe ich ihn an den Swiss Indoors getroffen, da hat er mich gefragt: «Pajtim, wann kommst du nach Basel?» Er war auch jetzt einer der Ersten, der mir gratuliert hat.

11 Kommentare
    Hansruedi Balschbacher

    Kann Kasami eigentlich Corner?

    Da hatten wir in den letzten Jahren nicht viel zu bieten. Zuffis Corner waren meist ein Ärgernis. Bua schlug sie besser, durfte aber nur selten ran. Campos taugen auch nicht viel. Stockers Eckbälle sind mal so, mal so. Im Moment haben wir da eigentlich nur Zeghrova, der scharf und platziert Ecken treten kann.