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Literarische WurzelsucheIch heisse Joyce, James Joyce

Vor 80 Jahren starb James Joyce in Zürich. Der BaZ-Autor Nick Joyce, der eigentlich James Nicholas Joyce heisst, schlägt sich schon lange mit der grossen Verantwortung herum, die mit seinem berühmten Namen einhergeht.

Zweimal James Joyce. Der eine ist ein weltberühmter Schriftsteller, der vor 80 Jahren starb, der andere BaZ-Musikredaktor.
Zweimal James Joyce. Der eine ist ein weltberühmter Schriftsteller, der vor 80 Jahren starb, der andere BaZ-Musikredaktor.

Ob ich mit James Joyce verwandt sei, will man immer wieder von mir wissen. Und das nicht ohne Grund. Schliesslich lebe ich in der Schweiz, wo der irische Schriftsteller am 13. Januar 1941 – also heute vor 80 Jahren – starb. Es könnte ja sein, dass seine Nachkommen sich noch hier aufhalten.

Ich bin nicht nur mit James Joyce verwandt, antworte ich mit Stolz. Ich bin James Joyce. Als Beweis zücke ich meinen Ausländerausweis Typ C. Darin steht schwarz auf weiss, dass ich mit vollem Namen James Nicholas Joyce heisse.

Dass man mich in der Regel mit Nick anspricht, hängt mit den Konventionen der griechisch-orthodoxen Kirche zusammen. 1963 wurde ich in einer Kapelle am Fuss der Akropolis getauft. Dort musste ich gemäss der griechischen Tradition den Vornamen meines Grossvaters väterlicherseits, James, annehmen, dabei hatten meine Eltern vorgehabt, mich gleich wie mein Grossvater mütterlicherseits, Nicos, zu taufen. Als Kompromiss einigten sich meine Eltern und Grosseltern darauf, dass ich mit erstem Namen James getauft werde; mein zweiter Name Nicholas hingegen solle mein Rufname werden.

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