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Notspielplan am Theater BaselHumor hilft heilen – oder hetzen

Das «Café Populaire» von Nora Abdel-Maksoud hält der liberalen Mehrheitsgesellschaft den populistischen Narrenspiegel vor. Hässlich macht sich die Inszenierung nicht. Dafür echt lustig. Das Richtige für kulturarme Tage.

Nach aussen kreativer Gutmensch, tief drinnen rassistisch verbiestert: Eva Bay als Svenja (links) mit Anne Haug als ihr boshafter Doppelgänger Don in «Café Populaire» auf der Kleinen Bühne am Theater Basel.
Nach aussen kreativer Gutmensch, tief drinnen rassistisch verbiestert: Eva Bay als Svenja (links) mit Anne Haug als ihr boshafter Doppelgänger Don in «Café Populaire» auf der Kleinen Bühne am Theater Basel.
Foto: Lucia Hunziker

In der Not lacht der Mensch am längsten. In der Not frisst das Publikum dem Narren aus der Hand. In der Not spielt das Theater Basel einfach weiter. Zumindest dort, wo ein trotziges Jetzt-erst-recht nicht umgehend im finanziellen Fiasko endet. Auf der Kleinen Bühne, mit kleiner Besetzung. Und mit grossem Herz bei scharfem Verstand.

50 Personen sind zugelassen im «Café Populaire», der vierten Schauspielpremiere des neuen Leitungsquartetts, damit ist das aktuelle Corona-Schutzkonzept schon ausgereizt. 100 Hände, die reichen immerhin für einen ordentlichen Schlussapplaus, und den hat sich das Ensemble auch mehr als verdient.

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