Hohenegg nicht auf Spitalliste

Die Gesundheitsdirektion bleibt bei ihrem Entscheid: Sie nimmt die Meilemer Privatklinik nicht in die Spitalliste 2012 auf.

Von Jacqueline Surer Meilen – Vom Angebot der Klinik Hohenegg in Meilen werden auch in Zukunft ausschliesslich Privatpatienten profitieren können. Der Wunsch der Klinik, ihre Tore auch für allgemein versicherte Patienten zu öffnen, hat sich nicht erfüllt. Voraussetzung dafür wäre gewesen, dass die kantonale Gesundheitsdirektion die Klinik in die Spitalliste Psychiatrie 2012 aufgenommen hätte. Im Gegenzug hätte die Hohenegg staatliche Beiträge erhalten. Daraus wird nun aber nichts: Auf der definitiven Spitalliste, die gestern vom Regierungsrat veröffentlicht wurde, fehlt der Name der Meilemer Privatklinik. Tomas Poledna, Präsident des Verwaltungsrats der Hohenegg, will zunächst die schriftliche Begründung der Gesundheitsdirektion abwarten. Der Verwaltungsrat werde diese eingehend prüfen, sagt der Jurist. «Danach entscheiden wir, ob wir beim Verwaltungsgericht Einspruch erheben werden.» Der Kanton begründet seine Absage damit, dass die Hohenegg nicht wirtschaftlich genug sei. Mit dem gleichen Argument hatte er der Klinik bereits auf dem provisorischen Entwurf der Liste einen Platz verweigert. Der Verwaltungsrat reichte daraufhin im Rahmen der Vernehmlassung eine Einsprache ein: Ein unabhängiges Gutachten habe gezeigt, dass die Wirtschaftlichkeit der Hohenegg auf Augenhöhe mit derjenigen der anderen Bewerber sei. Da die Hohenegg punkto Qualität in der kantonalen Studie das beste Resultat erreicht habe, sei der Beschluss zu überdenken. Dass eine solche Einsprache Erfolg haben kann, zeigt der Fall der Winterthurer Modellstation Somosa. Entgegen dem ersten Entwurf hat sie nachträglich einen Platz auf der Spitalliste erhalten.

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