Zum Hauptinhalt springen

Weihnachtsmärkte in der SchweizHier gibt es Festtagsstimmung trotz Corona

Von Aarau bis Zürich: Reihenweise haben Schweizer Städte ihre Adventsmärkte der Covid-Pandemie opfern müssen. Was trotzdem stattfindet – und was nicht.

Eine Passantin fotografiert die Weihnachtsbeleuchtung an der Bahnhofstrasse in Zürich.
Eine Passantin fotografiert die Weihnachtsbeleuchtung an der Bahnhofstrasse in Zürich.
Foto: Keystone

Wer plant zum Ende des Corona-Jahres 2020 welche weihnachtlichen Aktivitäten? Hier sind einige Veranstaltungen, die – natürlich unter entsprechenden Vorsichtsmassnahmen – trotz Pandemie und Verunsicherung Festtagsstimmung verbreiten sollen.

Zürich

Die Zürcher Bahnhofstrasse erstrahlt noch bis 6. Januar 2021 unter der üppigen Weihnachtsbeleuchtung. Allerdings wurde diese ohne die üblichen Menschenmassen, ohne Glühwein, Raclette und Livemusik schon Mitte November angeknipst. Die Veranstalter der diversen Weihnachtsmärkte mussten absagen, ebenfalls der Zirkus Conelli auf dem Bauschänzli. Stattdessen gibt es dort bis 23. Dezember eine «Weihnachts-Insel» mit vierplätzigen «Raclette-Hüüsli» und einem Lokal mit Vierertischen sowie einen Food-Truck mit regionalen Spezialitäten.

In Winterthur hat die City-Vereinigung statt des Weihnachtsmarktes eine Aktion «Winterthurer Kunstschaffende in der Winterthurer Altstadt» lanciert; an 14 Standorten sind bis 21. Dezember Kunstwerke ausgestellt.

Genf

Die Genfer Behörden haben alle Märkte verboten, die nicht der Grundversorgung dienen. Im Vorort Carouge hat man stattdessen in eine ausschweifende Weihnachtsbeleuchtung investiert.

Statt Glühwein sollen Lichter und Deko vielerorts für Adventsstimmmung sorgen.
Statt Glühwein sollen Lichter und Deko vielerorts für Adventsstimmmung sorgen.
Foto: Pixabay

Basel

Der Weihnachtsmarkt auf dem Basler Barfüsserplatz ist abgesagt. Ein wenig Weihnachtsstimmung soll trotzdem aufkommen: Die Klingentalfähre, auch als «Vogel-Gryff-Fähri» bekannt, wird zur geschmückten und beleuchteten Weihnachtsfähre.

Auch in Liestal BL wird es dieses Jahr keinen Weihnachtsmarkt geben. Hingegen erstrahlt die Stadt in festlicher Beleuchtung.

Bern

Bern lässt die Weihnachtsmärkte zu: Der Markt auf dem Waisenhausplatz ist bis 24. Dezember und nochmals am 28. und 29. Dezember geöffnet. Auf dem Münsterplatz (bis 24. Dezember) und auf der Münsterplattform (29. November sowie erstes und drittes Dezember-Wochenende) wird Kunstgewerbe angeboten, jedoch ohne Glühwein und Essstände.

Kunsthandwerk ja, Glühwein nein: Der Weihnachtsmarkt auf dem Berner Münsterplatz findet in reduzierter Form statt.
Kunsthandwerk ja, Glühwein nein: Der Weihnachtsmarkt auf dem Berner Münsterplatz findet in reduzierter Form statt.
Foto: Bern Welcome

In Biel soll der Weihnachtsmarkt vom 3. bis 24. Dezember stattfinden, in Thun vom 9. bis 24. Dezember, in Saanen am 6. und 19. Dezember und in Langnau i.E. am 9. Dezember.

Beim Biskuithersteller Kambly in Trubschachen steht bis 20. Dez. ein «Weihnachtsdörfli» mit Kunsthandwerk und kulinarischen Kreationen von lokalen Produzenten.

Lausanne

Der Weihnachtsmarkt Lausanne ist wie fast alle anderen in der Waadt abgesagt worden. Lichterketten am Quai und im Zentrum sollen in Montreux trotzdem für festliche Stimmung sorgen. Der Weihnachtsmarkt im Ferienort Villars-sur-Ollon dauert vom 18. Dezember bis 3. Januar 2021. Einige Verkaufsstände mit regionalen Produkten und Kunsthandwerk bleiben den ganzen Winter offen.

Luzern

Der «Lozärner Wiehnachtsmärt» fällt aus. Der Handwerkermarkt auf dem Hirschenplatz und dem Weinmarkt hingegen soll am 2., 8., 12., 13. und 19. Dezember stattfinden. «Live on Ice», das Eisfeld vor dem KKL, soll ebenfalls installiert werden, und zwar je nach Situation schon im Dezember oder auch erst Anfang 2021. «Venite», das internationale Weihnachtsforum, findet vom 17. bis 20. Dezember mit einem Konzertprogramm in der Peterskapelle, aber ohne die Essstände auf dem Kapellplatz statt. Im Vorort Kriens wird der Weihnachtsmarkt im Bellpark vom 5. bis 8. Dezember abgehalten. Reihenweise Absagen gibt es aus den Kantonen Zug, Schwyz, Ob- und Nidwalden und Uri.

St. Gallen

Die «Sternenstadt» in St. Gallen wird nicht durchgeführt. Doch strahlen in der Stadt trotzdem 616 Sterne. Wer es noch etwas himmlischer mag, kann sich auf einer Stadtführung von Engeln begleiten lassen. Und die Musikschule richtet im Advent in der Neugasse oder in der Marktgasse täglich ein Konzert aus.

Die Sterne sollen in St. Gallen auch heuer leuchten.
Die Sterne sollen in St. Gallen auch heuer leuchten.
Foto: PD

Statt des «Christkindlimärt» organisiert Rapperswil-Jona vom 3. bis 20. Dezember ein «Wiehnachts-Städtli» auf drei Altstadtplätzen. Zudem stehen auf dem Fischmarktplatz ein Weihnachtsbaum und ein Karussell.

Höhepunkt des annullierten Weihnachtsmarktes in Frauenfeld wäre die Karawane der Drei Könige mit echten Kamelen gewesen. Immerhin findet zwischen 1. und 23. Dezember das «Weihnachtsspiel» statt, eine Stadtführung entlang der Weihnachtsbeleuchtung mit theatralischem Finale. In der Stadtkirche werden Orgel- und Chorkonzerte gegeben.

Der Weihnachtsmarkt im mehr als 800 Jahre alten Kreuzgang des ehemaligen Klosters zu Allerheiligen in Schaffhausen findet nicht statt, ebenso wenig der Chlausmärt in der Schaffhauser Unterstadt und die «Märlistadt» in Stein am Rhein.

In Glarus sowie Appenzell Innerrhoden und Ausserrhoden entfallen die meisten Weihnachtsmärkte. Nur in Hundwil gibt es am 12. Dezember einen kleinen Markt.

Lugano

Vom 1. bis 6. Dezember verwandeln die «Luci di Natale» das Zentrum von Lugano in ein weihnachtliches Dorf: Auf der Piazza della Riforma kann der prächtige Weihnachtsbaum bestaunt werden, und der Parco Ciani taucht in ein Meer von Lichtern. Rund 50 Marktstände sind vom 5. bis 24. Dezember geöffnet. Fast alle anderen Weihnachtsmärkte im Tessin sind abgesagt.

«Luci di Natale» – das weihnachtliche Dorf soll es in Lugano auch dieses Jahr geben.
«Luci di Natale» – das weihnachtliche Dorf soll es in Lugano auch dieses Jahr geben.
Foto: Lugano Region

Freiburg

In Freiburg wurden sowohl der Weihnachtsmarkt als auch die Feier des Heiligen Nikolaus abgesagt. Immerhin lebt die Tradition des «Riesen-Adventskalenders» in der Unterstadt weiter: Zwischen 1. und 24. Dezember wird jeden Abend ein neues Adventsfenster geöffnet. Auch die übrigen Märkte im Kanton Freiburg sind abgesagt, ebenfalls in den Kantonen Neuenburg und Jura.

Chur

Die Organisatoren des Churer «Christchindlimarkts» vom 27. November bis 23. Dezember sind fest entschlossen, «der Stadt eine weihnachtliche Stimmung zu bescheren». Aus Angst, dass der Markt während der Durchführung plötzlich geschlossen werden könnte, richten sie den dringenden Appell an die Besucher, die Schutzmassnahmen zu respektieren. Abgesagt wurden die meisten anderen Weihnachtsmärkte im Kanton.

Soll stattfinden: Der «Christchindlimarkt» in Chur.
Soll stattfinden: Der «Christchindlimarkt» in Chur.
Foto: PD

Aarau

Im Aargau sind die meisten Märkte abgesagt. Schloss Biberstein organisiert stattdessen unter www.virtueller-weihnachtsmarkt.ch einen Onlineauftritt. In Brugg sollen der Klausmarkt am 8. Dezember und der Weihnachtsmarkt am 12./13. Dezember stattfinden.

In Solothurn lädt das Kapuzinerkloster am 29. November, 6., 13., 19. und 20. Dezember zum «Advent ums Kloster»: Mehr als 40 lokale Geschäfte und Aussteller sind vertreten. In einem Sternenzelt kann man Köstlichkeiten aus der Klosterküche geniessen. Die übrigen Märkte in Solothurn, Grenchen und Olten fallen aus.

Sitten

In der Walliser Hauptstadt findet der «Marché de Noël» vom 8. bis 23. Dezember auf der Place du Midi und in der Rue des Remparts statt. Attraktionen sind unter anderem eine lebende Krippe und ein Eislauffeld. Die Weihnachtsmärkte in anderen Walliser Orten wurden annulliert.

3 Kommentare
    Herr_Maler

    Stäfa, Seeplatz, Weihnachtsdorf, Streetfood..

    Von heute Freitag bis und mit Sonntag

    Wer klar denkt, meidet die Städte;-)