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Kommentar zu den Demonstrationen in RusslandHier geht es um mehr als um Alexei Nawalny

«Einer für alle, alle für einen»: In Moskau demonstrierten Tausende für den inhaftierten Oppositionschef Alexei Nawalny.
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«Putin wor!», haben sie Nawalnys Slogan skandiert: «Putin ist ein Dieb!»

Tausende festgenommen: Die Polizei ging auch in Moskau mit Härte gegen die Protestierenden vor.
111 Kommentare
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    Lucas Wyrsch

    Dichter Nebel aus Eiskristallen hing in der Luft, beim Rufen der Parolen atmeten die Menschen Wolken von weißem Dampf aus, ihre Augenbrauen und Wimpern weiß vom Frost.

    So sah am vergangenen Samstag der Protest in Jakutsk aus, einer sibirischen Stadt mit rund 323.000 Einwohnern.

    Trotz der extremen Kälte von minus 50 Grad versammelten sich dort Menschen auf dem Druschba-Platz, dem Platz der Freundschaft.

    Jakutsk ist eine von mehr als 120 russischen Städten, in denen Menschen am Wochenende gegen die Willkür des russischen Staates und für die Freilassung des Oppositionellen Alexej Nawalny demonstrierten.

    Quelle: Demonstrationen in Russland: "Das hat es früher nicht gegeben", Julia Smirnova, 25. Januar 2021, Welt Online

    Nach der Verhaftung von Alexej Nawalny sind in Russland Zehntausende auf die Straße gegangen, und zwar auch abseits der Großstädte.

    Wladimir Putin muss das alarmieren.

    In einigen Städten wie etwa in Tomsk in Sibirien mischte sich die Polizei kaum ein.

    Doch anderswo, vor allem in Moskau und Sankt Petersburg, wurden Protestierende verprügelt und in Polizeibusse geschleppt.

    Laut der Bürgerrechtsorganisation OWD-Info waren am Samstag mehr als 3.700 Menschen im ganzen Land festgenommen worden – so viele an einem Tag wie nie zuvor.

    Die Mitstreiter von Nawalny sind zufrieden. "Wir freuen uns, dass auch in kleinen Städten Menschen auf die Straßen und zentralen Plätze gegangen sind.

    Das hat es früher nicht gegeben", sagt Ruslan Schaweddinow.