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Interview mit Markus Somm«Heute muss man Witze machen über die Linken»

1998 erschien der «Nebelspalter» nach wirtschaftlich schwierigen Jahren in einem neuen Auftritt. 2017 hatte die Monatszeitschrift eine Auflage von 21'000 Exemplaren und 160'000 Leser pro Ausgabe.

Herr Somm, Gratulation zum Kauf des «Nebelspalters». Haben Sie die Satirezeitschrift gekauft, weil sie schon lange nicht mehr lustig ist?

Sehr witzig! Ich finde, so schlecht hat die Redaktion ihren Job nicht gemacht. Es gibt aber ein riesiges Potenzial, der «Nebelspalter» ist die älteste Satirezeitschrift der Welt, und wenn man sich die Schweizer Medien anschaut, spielt Satire eine viel zu kleine Rolle. Was diesbezüglich im Fernsehen oder im Radio läuft, ist zu wenig oppositionell, zu wenig scharf, es überwiegt der Konformismus. Der Humor des «Nebelspalters» ist so gesehen ein «Unique Selling Point», er soll stark zum Vorschein kommen. Und mit den Karikaturen in ihrem Archiv hat die Zeitschrift einen veritablen Schatz, es gibt kein Ereignis in der Schweizer Geschichte, zu dem es nicht eine gloriose «Nebelspalter»-Karikatur geben würde.

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