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Er forscht zur ApokalypseHerr Pfleiderer, bringt Corona den Weltuntergang?

Der evangelische Theologe Georg Pfleiderer (60) forscht an der Universität Basel unter anderem zu apokalyptischen Themen. Er erklärt, weshalb das Virus nicht das Ende der Welt ist und wo religiöses Verhalten derzeit sichtbar wird.

Für Georg Pfleiderer bedeutet die Corona-Krise nicht das Ende der Welt.
Für Georg Pfleiderer bedeutet die Corona-Krise nicht das Ende der Welt.
Foto: Dominik Plüss / Tamedia AG

Die Welt erlebt eine nie gekannte Pandemie, die uns ohnmächtig macht. In der Orientierungslosigkeit halten wir uns an Zahlenkurven fest und glauben Forschungsergebnissen von omnipräsenten Immunologen und Epidemiologen. In früheren Zeiten hätten Glaubensvertreter diese Rolle übernommen. Wo sind sie in der Krise?

Viele Pfarrpersonen machen schon auch Orientierungsangebote; zahlreiche Gemeinden stellten im Frühjahr schnell auf Onlineangebote um, und diese Angebote wurden und werden gut genutzt – oft von mehr Menschen, als sonst die Gottesdienste besuchen. Aber diese Aktivitäten bleiben meist unterhalb des Radars der Massenmedien. Ausserdem sehen sich Kirchenvertreter – anders als viele Kulturschaffende oder Restaurantbesitzer – mehrheitlich nicht als Lobbyisten, die für ihre Interessen massiv auf die Barrikaden gehen müssen. Im Sinne eines politischen Marketings wäre dies vielleicht angebracht gewesen.

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