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AlltagsärgerHerr Meier und der Lärm

In Basel gibt es permanent über 200 grössere und kleinere Baustellen, die Krach und Dreck produzieren. Viele Menschen mögen sich nicht damit abfinden. Peter Meier ist einer von ihnen.

Hier am St.-Alban-Graben vor dem Kunstmuseum und an unzähligen anderen Orten in Basel wird gegraben, gebohrt und gebaut, sodass sich viele Menschen fragen: Hört denn das nie auf?
Hier am St.-Alban-Graben vor dem Kunstmuseum und an unzähligen anderen Orten in Basel wird gegraben, gebohrt und gebaut, sodass sich viele Menschen fragen: Hört denn das nie auf?
Foto: Kostas Maros

Geht heute eine Baugrube zu, öffnet sich morgen die nächste. Hier wird eine Abschrankung weggeräumt, dort eine neue aufgestellt. Verstummt der Presslufthammer, rasselt er bald noch unbarmherziger weiter.

Hört denn das nie auf? Nein, die Baustellen und der Lärm sind unsere unzertrennlichen, unsterblichen Begleiter. Sollte Basel eines Tages untergehen, wird das Brummen, Rauschen, Dröhnen, das Stampfen und Hämmern noch lange wie ein Echo über den Ruinen hängen.

Peter Meier sitzt im vierten Stock seiner Wohnung in einem Basler Quartier, in dem viele hübsche Altbauten stehen. Seine Adresse möchte er lieber nicht in der Zeitung lesen. Er fürchtet, von seinen Nachbarn als Nörgler abgestempelt zu werden. Herr Meier wohnt im Raum Türkheimer-/Rufacher-/Colmarerstrasse, nicht weit entfernt von der Oekolampad-Kirche im Stadtteil Gotthelf. Ein eher ruhiges Viertel, möchte man meinen. Hier sind einige Seitenstrassen sogar in Spiel-und Begegnungszonen umgewandelt worden. Als wir Herrn Meier an einem Donnerstagvormittag besuchen, stört einzig ein Gärtner die Idylle: Mit seinem Laubbläser entfernt er Blätter von einem Hauseingang. Der Krach dauert etwa eine Minute. Dann kehrt wieder Ruhe ein.

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