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Drohnenaufnahmen von Sohn ArchieHarry und Meghan verklagen Paparazzi

Nichts ists mit dem Geniessen des Familienlebens mit Archie fernab der Öffentlichkeit. Nach dem Umzug von Kanada nach Los Angeles fühlt sich das Paar auf seinem Anwesen belästigt.

Wehren sich juristisch gegen aufdringliche Fotografen: Herzogin Meghan und Prinz Harry.
Wehren sich juristisch gegen aufdringliche Fotografen: Herzogin Meghan und Prinz Harry.
Foto: Chris Jackson/PA Wire/dpa

Prinz Harry (35) und Herzogin Meghan (38) kämpfen auch in ihrer neuen Heimat Kalifornien für den Schutz ihrer Privatsphäre.

Das Paar habe bei einem Gericht in Los Angeles Klage eingereicht, weil es sich auf seinem Anwesen von Paparazzi belästigt fühle, teilte ihr Anwalt Michael Kump mit. Unter anderem hätten Fotografen mit Drohnen ihren einjährigen Sohn Archie im Garten abgelichtet.

«Jeder Mensch und jedes Familienmitglied in Kalifornien hat das Recht auf Privatsphäre im eigenen Haus», hiess es in der Mitteilung des Anwalts. «Keine Drohnen, keine Hubschrauber oder Tele-Objektive können dieses Recht nehmen. Der Herzog und die Herzogin von Sussex reichen diese Klage ein, um das Recht ihres jungen Sohnes auf Privatsphäre in ihrem Haus ohne das Eindringen von Fotografen zu schützen und diejenigen, die von diesen illegalen Aktionen profitieren wollen, aufzudecken und zu stoppen.»

Zeitung veröffentlichte Adresse

In der Klage heisst es zudem, dass die Familie aus einer Kleinstadt in Kanada nach Los Angeles umgezogen sei, weil eine Zeitung ihre Adresse veröffentlicht habe. Dasselbe sei dann auch am neuen Wohnsitz passiert. Mit dem Effekt, dass beide Male ein Schwarm von Paparazzi über sie hergefallen sei.

Meghan und Harry hatten Anfang des Jahres ihren Rückzug aus dem engeren Kreis der britischen Royals verkündet und ihre Verbindungen zum Königshaus teilweise gekappt. Seit einigen Monaten leben sie mit Archie in Los Angeles.

Schon in Grossbritannien galt das Verhältnis des Paares zu Fotografen und Boulevardmedien als angespannt. Derzeit läuft unter anderem eine Klage gegen die «Mail on Sunday», in der es um einen Brief Meghans an ihren Vater geht, den das Blatt in Auszügen veröffentlicht hatte. Die Herzogin fühlt sich dadurch in ihren Persönlichkeitsrechten verletzt.

Leid und Schaden an psychischer Gesundheit

Wie sehr Meghan unter Dauerbeobachtung und Negativ-Schlagzeilen leidet, geht aus einem Gerichtsdokument aus der Klage gegen die «Mail» hervor. Es seien bereits «Hunderttausende falscher Artikel» über sie veröffentlicht worden, schreiben Meghans Anwälte darin. Sie habe dadurch «erhebliches emotionales Leid und Schaden an ihrer psychischen Gesundheit» erlitten.

Doch sie sorgt sich nicht nur um sich selbst. Kürzlich stellte die 38-Jährige einen Antrag bei Gericht in London, die Namen von fünf Freundinnen unter Verschluss zu halten, die im vergangenen Jahr dem «People Magazine» ein Interview gegeben hatten. Meghan wurde darin als fürsorglich und bodenständig dargestellt – ganz im Gegensatz zu Berichten in verschiedenen Boulevardblättern. Das Interview im «People Magazine» steht inzwischen im Mittelpunkt des Rechtsstreits mit der «Mail».

Die Zeitung habe nun damit gedroht, die Namen der Frauen publik zu machen, hiess es aus dem Umfeld der Herzogin. Meghan fürchte daher um das «emotionale und psychische Wohlergehen» ihrer Freundinnen. «Jede dieser Frauen ist eine Privatperson, junge Mutter und jede hat das Grundrecht auf Privatsphäre», so die ehemalige Schauspielerin. In der kommenden Woche ist dafür eine Anhörung am Londoner High Court angesetzt.

Die Rolle des Vaters

Meghans Vater hatte den Brief seiner Tochter nach eigenen Angaben selbst an die Boulevardzeitung weitergegeben, weil er sich durch das Interview im «People Magazine» in ein schlechtes Licht gerückt fühlte. Darin hiess es, Meghan sei von der Antwort ihres Vaters auf den handgeschriebenen Brief enttäuscht gewesen.

Die Anwälte der «Mail» argumentieren, Meghan habe das Interview offenbar abgesegnet und damit selbst die Öffentlichkeit in der Sache gesucht. Meghan, die seit ihrer Hochzeit mit Harry (35) vor zwei Jahren mit ihrem Vater im Clinch liegt, bestreitet das. Sie will von der Initiative ihrer Freundinnen nichts gewusst haben. Die hätten aus Sorge um sie gehandelt. Zu Recht, wie es in einer Einlassung ihrer Anwälte mit einem Seitenhieb gegen das Königshaus heisst: Sie sei «schwanger gewesen, nicht geschützt von der Institution und ihr war verboten, sich selbst zu verteidigen.»

SDA

8 Kommentare
    Patrik Hänggi

    Da gibt es nur eine Lösung für die psychische Gesundheit von Meghan (und Archie) : sofort scheiden und den Beruf nicht mehr ausüben.