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Kommentar zur SeuchenpolitikHandelt endlich!

Es ist eine Schande, dass die Politik das Gesundheitswesen derart ans Limit kommen liess. Zeit, das Steuer herumzureissen.

Eine Pflegende im Spital Affoltern zieht ihre Schutzausrüstung an, bevor sie das Zimmer eines Patienten betritt.
Eine Pflegende im Spital Affoltern zieht ihre Schutzausrüstung an, bevor sie das Zimmer eines Patienten betritt.
Foto: Dominique Meienberg

Man würde den Bundesrat am liebsten schütteln und anbrüllen: «Wann, wenn nicht jetzt, wollt ihr handeln?» Seit Wochen tut unsere Landesregierung zwar so, als würde sie etwas tun. Schräubelt hier ein wenig, dort ein bisschen. Und immer wieder versichern Bundesrat und Kantonsregierungen, sie hätten die Lage im Gesundheitswesen im Blick, eine Überlastung sei unbedingt zu vermeiden – aber es gebe ja noch freie Betten.

Spätestens nach den dramatischen Appellen der letzten Tage sollte klar sein: Das ist Augenwischerei. Ja, sie existieren, die leeren Stationen. Weil das Personal anderswo viel dringender gebraucht wird. Ja, es sind erst rund 80 Prozent der Betten auf den Intensivstationen besetzt. Aber die restlichen 20 Prozent reichen nirgends hin, sind nicht zertifiziert, und qualifiziertes Personal gibt es ohnehin keins mehr. Die Zahl der schwer kranken Patienten aber wächst und wächst und wächst.

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