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Kommentar zur Pandemie-MüdigkeitHalten wir uns aus, halten wir auch Corona aus

Bald beginnt der Corona-Winter, aber wir sind jetzt schon müde. Wenn wir uns unserer eigenen Widersprüchlichkeit bewusst werden, fällt uns vieles leichter.

Egal, wo wir gerade sind: Es ist, als befänden wir uns alle in einem grossen Wartezimmer.
Egal, wo wir gerade sind: Es ist, als befänden wir uns alle in einem grossen Wartezimmer.
Foto: Urs Jaudas

Es ist, als würden wir jetzt alle wieder miteinander im Wartezimmer sitzen. Es ist unser symbolischer Ort während der Pandemie. Wir sind angespannt, denn es hatte geheissen, wir müssten ausdauernd sein.

Im Frühjahr waren wir nervös. Wir wussten wenig über Corona. Wir warteten einige Wochen, wir rückten zusammen, wir verstanden: Da ist ein Virus, und dieses gilt es mit Schutzmassnahmen zu bekämpfen. Die Vorkehrungen funktionierten gut. Dann kam der Sommer. Wir gingen raus, belohnten uns mit Ferien am Strand, mit Reisen ins Ausland. Wir leisteten uns Zuversicht.

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