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«Habe mehr Angst vor einem Polizisten als vor einem Überfall»

Die Frage ist: Wo liegt eigentlich das Regime? Irgendwo im Kreml – oder in deinem Herzen?»

Herr Schischkin, Sie leben seit fast 20 Jahren in der Schweiz – fühlen Sie sich hier zu Hause? Michail Schischkin: Als ich hierher kam, fühlte ich mich völlig verloren. In Russland sah ich all die Fäden, die die Dinge miteinander verbinden. Ich wusste, diesen Faden darf ich nicht berühren, an jenem Faden hingegen muss ich möglichst fest ziehen. Und plötzlich sah ich diese Verbindungen nicht mehr, denn in der Schweiz verliefen die Fäden anders. Es hat etwas gedauert, aber mittlerweile ist die Schweiz für mich meine Werkstatt, mein Arbeitsort.

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