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Lara Gut-BehramiIhr Lächeln ist zurück

Die Tessinerin gewinnt den Super-G in St. Anton. Sie beendet damit eine dreijährige Durststrecke.

Lara Gut-Behrami freut sich im Zielraum über ihren Triumph.
Lara Gut-Behrami freut sich im Zielraum über ihren Triumph.
Foto: Helmut Fohringeer (AFP)

Januar 2018, Cortina d’Ampezzo, Italien. Lara Gut, damals noch nicht mit Valon Behrami verheiratet, gewinnt den Super-G. Die Tessinerin gehört zu jenem Zeitpunkt zu den besten Fahrerinnen in dieser Disziplin. Während mehreren Jahren duellierte sich Gut mit ihren Konkurrentinnen um den Sieg in der Spezialwertung. Am Ende der Saison 2017/18 belegte sie Rang 2 in der Disziplinenwertung, zwei Jahre zuvor jubelte sie nach 2013/14 zum zweiten Mal mit der kleinen Kristallkugel in der Hand als beste Super-G-Fahrerin der Saison.

Danach folgte für Gut eine längere Durststrecke was Podestplätze im Super-G anbelangt. Nur noch deren drei gab es in drei Jahren. 2018 in St. Moritz, 2019 in Garmisch-Partenkirchen und 2020 in Bansko. Zu einem Sieg reichte es der Tessinerin, die im Sommer 2018 den Fussballer heiratete und seither als Gut-Behrami im Weltcup startete, nicht mehr. Bis am Sonntag.

Im österreichischen St. Anton hatte die Tessinerin die Schlagzeilen, die in letzter Zeit Corinne Suter und Michelle Gisin gehörten, seit langem wieder auf ihrer Seite. Sie gewann den Super-G. Knapp drei Jahre nach ihrem letzten Erfolg in dieser Disziplin in Cortina d’Ampezzo.

«Ich konnte voll aufs Gaspedal drücken.»

Lara Gut-Behrami

Hätte Gut-Behrami nicht einen grösseren Fehler im unteren Streckenteil begangen, sie musste die Ideallinie verlassen und konnte sich gerade noch ins nächste Tor retten, sie hätte das Rennen mit deutlich mehr Vorsprung als den 16 Hundertsteln vor der Italienerin Marta Bassino und den 20 Hundertsteln vor Teamkollegin Corinne Suter gewonnen.

«Ich fuhr dort alles andere als die richtige Linie», analysierte Gut-Behrami im Ziel. Sie habe den Ski aber gerade noch laufen lassen können und daher sei es gut gegangen, sagte sie weiter. «Ich konnte voll aufs Gaspedal drücken und wenn ich schnell bin, dann läuft es einfach.» Es war ein schwieriger Kurs, der Gut-Behrami entgegen kam. Mit vielen Richtungsänderungen, teilweise auch gegen den Berg.

Um ihre gute Speedform erneut beweisen zu können, muss Gut-Behrami zwei Wochen warten. Dann finden in Crans-Montana zwei Abfahrten und ein Super-G statt. Letztes Jahr gewann die Tessinerin beide Abfahrten im Wallis. Es waren ihre ersten beiden Siege nach zwei Jahren Unterbruch und jenem Super-G-Erfolg in Cortina d’Ampezzo.

Der italienische Skiort scheint Gut-Behrami also zu liegen. Das gibt Anlass zur Hoffnung. Er ist nach den Rennen im Wallis die nächste Station mit Speed-Wettbewerben. Im Februar findet in Cortina d’Ampezzo die WM statt. Gut-Behrami gewann an Weltmeisterschaften bereits zwei Mal Silber und Bronze in Abfahrt und Super-G. Eine Goldmedaille fehlt ihr an einer WM in diesen beiden Disziplinen noch.

9 Kommentare
    Per Holund

    Ja und Frau Gut ist anders geschminkt. Aber um das geht es hier hoffentlich nicht. 7/8 der Strecke ist ist fast perfekt gefahren. Sie hatte fast keine Drifter mehr, das war in den letzten Jahren ihr Hauptproblem, auch beim GS. Was jetzt folgen muss ist die Konstanz im Fahren. Die guten Resultate werden dann automatisch folgen.