Grundstein für den Sportcampus gelegt

In der Brüglinger Ebene entsteht der erste Neubau der Universität Basel auf dem Gebiet des Kantons Baselland. Das Departement für Sport, Bewegung und Gesundheit wird 2021 einziehen.

Die Regierungsräte Conradin Cramer (BS) und Monica Gschwind (BL) (vorne) bei der Grundsteinlegung auf der Baustelle. Foto: Pino Covino

Die Regierungsräte Conradin Cramer (BS) und Monica Gschwind (BL) (vorne) bei der Grundsteinlegung auf der Baustelle. Foto: Pino Covino

Thomas Dähler

Die feierliche Grundsteinlegung für den Neubau des Departements für Sport, Bewegung und Gesundheit ist eine besondere. Bei dem geplanten Gebäude neben der St.-Jakobs-Halle handelt es sich um den ersten Neubau der Universität Basel auf dem Gebiet des Kantons Baselland. Zugegen war gestern nicht nur die Spitze der Universität, sondern auch die Baselbieter Bildungsdirektorin Monica Gschwind und der Basler Erziehungsdirektor Conradin Cramer.

Der Neubau wird den Raumbedarf abdecken, der durch die Sportwissenschaft, die Sport­medizin und die Trainingswissenschaft durch das Wachstum nötig geworden ist. Es ist geplant, den regulären Semesterbetrieb im neuen Gebäude zu ­Beginn des Wintersemesters 2021/22 aufzunehmen.

Das zweigeschossige Gebäude mit einem zusätzlichen Attikageschoss umfasst Lehr- und Lernräume, Bewegungslabore, Seminarräume, Hörsäle sowie Gymnastik- und Krafträume. Dazu kommen Büros und Aufenthaltsbereiche. Auf einer Geschossfläche von rund 8700 Quadratmeter werden dereinst 600 Studierende und 100 Angestellte arbeiten können. Der Standort in der Brüglinger Ebene wurde gewählt, damit die Studierenden auch von den angrenzenden weiteren Sportanlagen profitieren können. Entworfen wurde der Bau von den Architekten Caesar Zumthor und Markus Stern, die den Architekturwettbewerb gewonnen haben.

Neues Finanzierungsmodell

Bauherrin des 51 Millionen teuren Neubaus ist die Universität Basel. Die beiden Trägerkantone haben dafür je eine Kreditsicherungsgarantie über 22 Millionen Franken abgegeben. Dass die Universität selber als Bauherrin für den Neubau auftritt, liegt am beschlossenen neuen Finanzierungsmodell. Dieses soll einerseits die Investitionsrechnungen der Trägerkantone entlasten und diesen andererseits zu mehr ­Planungssicherheit verhelfen.

Die Folgekosten – Verzinsung, Amortisation, Unterhalt, Betriebskosten – sollen zu 75 Prozent durch die Trägerkantone über den Globalbeitrag abgegolten werden, zu 25 Prozent durch die Universität über Drittmittel. Die beiden Basel erhoffen sich, dass eine Zunahme von Studierenden aus anderen Kantonen dafür sorgt, dass die Trägerkantone nicht allein für die Folgekosten aufkommen müssen. Die Universität erhält mit dem neuen Finanzierungsmodell mehr Eigenverantwortung für die langfristige Immobilienplanung. Mit der Schaffung eines Immobilienfonds nach neuem Modell sollen die Kosten besser gesteuert und Schwankungen geglättet werden.

Uni drängt ins Baselbiet

Für das wachsende Departement für Sport, Bewegung und Gesundheit kommt der zentrale Neubau zur rechten Zeit. Heute müssen die Studierenden mit dezentralen Standorten und Behinderungen durch Grossanlässe in der St.-Jakobs-Halle vorliebnehmen.

Der Neubau auf dem Gebiet der Gemeinde Münchenstein ist Ausdruck der Bemühung der Universität um eine bessere Verankerung im Kanton Baselland. Die von zwei Kantonen getragene Universität plant in naher Zukunft in Münchenstein auch Neubauten für die wirtschaftswissenschaftliche und juristische Fakultät, die dereinst in den Kanton Baselland umziehen werden.

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