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«Historische Schuld an Klimakrise»Grüne wollen Treibhausgasemissionen schneller reduzieren

Die Partei hat an einer Online-Medienkonferenz ihren Klimaplan vorgestellt. Dieser ist ehrgeizeiger, als es Regierung und Parlament vorsehen.

Ehrgeizige Ziele: Die Grünen sprechen von einer «historischen Schuld an der Klimakrise».
Ehrgeizige Ziele: Die Grünen sprechen von einer «historischen Schuld an der Klimakrise».
Foto: Peter Schneider (Keystone/Archiv)

Die Grünen präsentierten am Mittwoch an einer Online-Medienkonferenz ihren Klimaplan. Mit dem diesem wollen sie die Treibhausgasemissionen schneller reduzieren, als dies etwa der Bundesrat und das Parlament derzeit vorgesehen haben.

Im Vergleich zur Energiestrategie 2050 der Grünen enthält dieser neue Klimaplan grössere Ambitionen für die Senkung des Energieverbrauchs und des CO2-Ausstosses. Die Schweiz soll bis 2040 klimapositiv werden, wie die Partei am Mittwoch in einer Videokonferenz bekannt gab.

Dazu sieht der Plan eine Verbesserung der Effizienz und den vermehrten Einsatz erneuerbarer Energien vor. Dabei sollen Technologien zum Einsatz kommen, die negative Emissionen ermöglichen, also etwa bei der Forst- und Holzernte oder bei der Abfallverwertung, hiess es.

Aufforderung an die Bevölkerung

Mit der Umsetzung des Klimaplans soll die ab dem Jahr 2040 mehr Emissionen aus der Atmosphäre entnommen, als ausgestossen werden. Damit soll das Land seine historische Schuld an der Klimakrise abbauen, erklärten die Grünen Schweiz weiter.

Doch die Partei will sich nicht nur auf eigene Ideen beschränken. Sie fordert die Bevölkerung auf, sich auf einer Webseite an der Diskussion über den Umweltschutz und den lancierten Klimaplan zu beteiligen. Die Rückmeldungen aus der Bevölkerung dienten dazu, Fragen zu klären und den Klimaplan weiterzuentwickeln, hiess es.

SDA