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Älterwerden mit StilGraue Haare sind nichts für Feiglinge

Nur wenige bringen den Mut auf, zu ihrer Haarfarbe zu stehen, wenn die Schläfen ergrauen. Warum das eine verpasste Chance ist.

Graue Haare sind à la mode: Eine Teilnehmerin der diesjährigen Paris Fashion Week steht zu ihrer natürlichen Haarfarbe.
Graue Haare sind à la mode: Eine Teilnehmerin der diesjährigen Paris Fashion Week steht zu ihrer natürlichen Haarfarbe.
Foto: Edward Berthelot (Getty Images)

Auch wenn das immer wieder behauptet wird: Es ist nicht möglich, über Nacht zu ergrauen. Ausser vielleicht für Birgit Schrowange, die als RTL-Moderatorin ihr Ergrauen zunächst unter einer Perücke verbarg und ein Jahr später in der Sendung «This Time Next Year» mit echtem Silberschopf vor die Kamera trat.

Allerdings können traumatische Erlebnisse diesen Prozess beschleunigen, wie Forscher an der Harvard-Universität herausfanden . Durchaus denkbar, dass etwa ein gewaltsamer Umsturz und eine drohende Hinrichtung die Melaninproduktion beeinträchtigen. Marie Antoinette soll in der Nacht vor ihrer Hinrichtung im Oktober 1793 ja schlohweiss geworden sein – aber das sind nur Gerüchte. Die Dauphine von Frankreich dürfte zu dem Zeitpunkt zwar ohnehin andere Sorgen gehabt haben, doch wahrscheinlicher ist, dass es der damals 37-jährigen Königin lediglich im Gefängnis nicht gestattet war, ihr Haar zu färben. Das erzwungene Ergrauen war übrigens nicht nur dem mangelnden Komfort ihrer Unterbringung geschuldet, sondern eine Massnahme der Demütigung.

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