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FassadenkunstGraswanderung

Das Grasbild von Bruno Gasser, das jahrelang beim Aeschenplatz hing, ziert seit Mittwoch neu den Dorenbachkreisel.

Dieses Haus am Dorenbachkreisel wurde am Mittwoch mit einem Grasbild von Bruno Gasser (linker Teil der Fassade) verschönert.
Dieses Haus am Dorenbachkreisel wurde am Mittwoch mit einem Grasbild von Bruno Gasser (linker Teil der Fassade) verschönert.
Foto: Nicole Pont

Das grosse Wandbild des Basler Künstlers und «Grasmalers» Bruno Gasser, das sich ab 2001 im Besitz der Migros-Bank befand und 16 Jahre lang an der Seitenfassade der St.-Jakobs-Apotheke in der Aeschenvorstadt hing, wurde am Mittwoch nach drei Jahren Lagerung am Dorenbachkreisel installiert.

2017 wurde das Haus, in dem sich die Apotheke befindet, umgebaut und renoviert, die Seitenfassade sollte Fenster erhalten. Das Bild musste weichen und lagerte seither bei der Firma Settelen. Da die Migros-Bank keine genügend grosse Fläche mehr zur Verfügung hatte, war man bereit, das Gemälde an einen neuen Standort abzugeben. In der Folge machte sich Regula Gasser, die Ehefrau des 2010 früh verstorbenen Künstlers, auf die Suche nach einem möglichen Ersatzstandort, um das Kunstwerk vor der Einstampfung zu bewahren.

Die Idee, das Bild an der Wand des Theaters Basel am Klosterberg zu montieren, legte die Stadtbildkommission mit Bedauern auf Eis mit der Begründung, dass das Verfahren für die Installation eines öffentlichen Kunstwerks auf Boden des Kantons in etwa ein Jahr Zeit in Anspruch nehme. So lange konnte die Angelegenheit jedoch nicht mehr warten.

Schliesslich wurde Regula Gasser aber beim Dorenbachkreisel an der Grenze zu Binningen fündig. Die Besitzer des Hauses an der nordöstlichen Platzecke waren davon begeistert, mit dem zusätzlichen Grün des Gasser-typischen Grasbilds die fensterarme Fassade aufhübschen zu können. Am Mittwoch nun wurde das Acrylgemälde, das aus fünf einzelnen Platten besteht, vor Ort gebracht und montiert.

Der alte Standort des Kunstwerks in der Aeschenvorstadt.
Der alte Standort des Kunstwerks in der Aeschenvorstadt.
Das in Erinnerung an die Endstation der Birsigthalbahn in Form eines Eisenbahnwaggons gestaltete Betriebshäuschen an der Heuwaage wurde von Gasser bemalt.
Das in Erinnerung an die Endstation der Birsigthalbahn in Form eines Eisenbahnwaggons gestaltete Betriebshäuschen an der Heuwaage wurde von Gasser bemalt.
© nicole pont / Tamedia AG
Eine Grashalm-Plastik von Bruno Gasser im Kreisel zwischen Wettsteinallee und Riehenring
Eine Grashalm-Plastik von Bruno Gasser im Kreisel zwischen Wettsteinallee und Riehenring
© nicole pont / Tamedia AG
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