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Simon Stone auf NetflixGrabung am offenen Herzen

Mit der historischen Romanze «The Dig» setzt der Basler Regisseur Simon Stone auf eine Karriere im Hollywoodfilm-Format. Seine Rolle als Darling der Theaterszene stellt er hinten an. Lohnt sich das Risiko – und der Film?

Carey Mulligan spielt in «The Dig» die Grundbesitzerin Edith Pretty. Sie stösst die Ausgrabung an – und verliert ihr Herz dabei.
Carey Mulligan spielt in «The Dig» die Grundbesitzerin Edith Pretty. Sie stösst die Ausgrabung an – und verliert ihr Herz dabei.
Foto: Larry Horricks (Netflix via Keystone)

Der Himmel ist weit, die Landschaft flach. Umso kurioser wachsen diese Kugelhügel aus der englischen Erde. Unter der Grasnarbe vermuten gebildete Menschen wie die Grundbesitzerin längst einen archäologischen Schatz. Es fragt sich nur, wer gräbt, wer zahlt, wer trägt das Risiko – und wie hoch ist der Einsatz? Noch dazu im Frühjahr 1939, wo schon unübersehbar das Unwetter des Zweiten Weltkriegs aufzieht?

Das ist die Ausgangslage, in die der australisch-schweizerische Autor-Regisseur Simon Stone seine Schauspieler hineinschickt. Neu daran ist weniger die Story. Fakten und Funde sind im British Museum und auf dem vom National Trust betreuten Ausgrabungsgelände in der ostenglischen Küstenprovinz East Anglia zu besichtigen. Neu ist, dass der Theaterregisseur Stone bei einem richtig grossen Filmprojekt Regie führt. Bisher hatte er nur nebenher Filme gemacht, in Australien, «The Daughter» etwa, eine sehenswerte Ibsen-Adaption der «Wildente». Aber das war low-budget im Vergleich zu jetzt, zu «The Dig».

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