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Gottesdienste in der Corona-KriseProtestanten müssen ihre Kontaktdaten angeben, Katholiken nicht

Schon wieder scheitert der Bund beim Versuch, wegen Corona im grossen Stil Personendaten sammeln zu lassen: Katholiken müssen für den Besuch der Messe keine Kontaktdaten hinterlassen.

Bald kommen sie wieder in seine Kirche, in die Notre-Dame-de-l’Assomption in Neuenburg: Abt Vincent Marville betet am 10. Mai 2020 neben Porträts von Kirchengängern, die wegen des Lockdowns nicht persönlich anwesend sein durften. Die Bilder der Aktion gingen um die Welt.
Bald kommen sie wieder in seine Kirche, in die Notre-Dame-de-l’Assomption in Neuenburg: Abt Vincent Marville betet am 10. Mai 2020 neben Porträts von Kirchengängern, die wegen des Lockdowns nicht persönlich anwesend sein durften. Die Bilder der Aktion gingen um die Welt.
Foto: Keystone/Laurent Gillieron)

Ab dem kommenden Donnerstag sind Gottesdienste in der Schweiz wieder zugelassen – elf Tage früher als zunächst geplant und rechtzeitig vor Pfingsten. Für die vorzeitige Öffnung hat der Bundesrat am Mittwoch eine Reihe von Bedingungen zur Corona-Prävention aufgestellt: Die Bundesbehörden verlangen nebst dem Abstandhalten auch, dass die Gläubigen aufs Singen und auf Körperkontakt verzichten. Zudem wollte das Bundesamt für Gesundheit (BAG) die Kirchen verpflichten, Präsenzlisten zu führen. «Die Kontaktdaten der Teilnehmenden zur Nachverfolgung von Infektionsketten sind zu erfassen und während 14 Tagen aufzubewahren», heisst es im Schutzkonzept vom 18. Mai.

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