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Pandemie erfasst EishockeyGottéron und Lugano mit Corona-Fällen und Verschiebungen

Vier Spieler bei Fribourg, drei bei den Tessinern: Mindestens fünf Meisterschaftsspiele und eine Cup-Partie werden verschoben.

«Corona-Duell» letzten Samstag: Gottérons Viktor Stalberg bezwingt Sandro Zurkirchen – der Goalie Luganos ist einer von sieben Corona-Fällen bei den beiden Clubs.
«Corona-Duell» letzten Samstag: Gottérons Viktor Stalberg bezwingt Sandro Zurkirchen – der Goalie Luganos ist einer von sieben Corona-Fällen bei den beiden Clubs.
Foto: Anthony Anex (Keystone)

Einzelne Corona-Fälle hatte die Schweizer Eishockey-Meisterschaft bereits, so musste der Davoser Verteidiger Oliver Heinen erst kürzlich in Quarantäne, weil er mit einer positiv getesteten Person aus seinem familiären Umfeld Kontakt hatte. Auf die Spiele des HCD hatte dies indes keinen Einfluss.

Doch nun hat das Virus die National League erstmals richtig beeinflusst. Die ganze Mannschaft von Fribourg-Gottéron inklusive Stafff befindet sich seit Mittwoch in Quarantäne, nachdem vier Spieler positiv getestet wurden, dasselbe gilt für jene Nachwuchsspieler der Freiburger, die zuletzt im NL-Team spielten oder mittrainierten. Als Folge werden mindestens die nächsten drei Spiele Gottérons verschoben: Am Freitag gegen Davos, am Samstag in Lausanne, nächsten Dienstag in Genf. Um eine Verschiebung um einen Tag des Heimspiels am Freitag, 23. Oktober gegen Genf, bemüht sich Gottéron noch, da die Mannschaft erst an jenem Tag wieder den Trainingsbetrieb starten dürfte nach überstandener Quarantäne.

Lugano mit einem, dann mit drei Fällen

Auch der HC Lugano meldet Corona-Fälle, die Tessiner spielten letzten Samstag in … Freiburg. Zunächst wurde Stürmer Alessio Bertaggia positiv auf das Virus getestet. Weil zunächst Unklarheit über den Gesundheitszustand der restlichen Mannschaft herrschte und Testresultate ausstehend waren, wurde vorsorglich das Cup-Spiel am Mittwochabend beim Erstligisten Pikes Oberthurgau verschoben. Der Termin war bereits die Zweitansetzung, nachdem der erste Versuch wegen Coronafällen bei den Thurgauern hatte verschoben werden müssen …

Am Abend herrschte dann Klarheit: Bei Lugano haben sich auch Stürmer Tim Traber und Goalie Sandro Zurkirchen mit Corona infiziert, beide zeigten indes keine Symptome. Dennoch wurde vom Kantonsarzt eine Quarantäne für die ganze Mannschaft inklusive Staff angeordnet, mindestens die beiden Spiele der Tessiner an diesem Wochenende gegen Biel (Freitag) und in Bern (Samstag) werden verschoben. Offen ist noch, ob das Spiel Luganos nächsten Dienstag in Davos stattfinden wird.

Es sind die ersten grösseren Corona-Fälle, Panik braucht in National League aber noch nicht auszubrechen. Terminprobleme gibt es vorerst auch nicht, da wegen den Absagen von Spengler-Cup und Champions League diverse Ausweichdaten vorhanden sind. Es könnten sogar noch mehr dazukommen, falls entschieden werden sollte, auch noch die Nationalmannschafts-Termine bis Ende Jahr abzusagen. Dies könnte eher früher als später ein Thema werden.