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Lohnrunde 2020/2021Gewerkschaften fordern bis zu 100 Franken mehr Lohn

In den letzten Jahren hätten die Löhne trotz gutem Wirtschaftsgang stagniert, nun fordert der SGB eine Löhnerhöhung in Branchen und Betrieben, wo dies wirtschaftlich möglich ist.

Konkret fordern die Verbände des SGB Lohnerhöhungen von bis zu 100 Franken pro Monat: Eine Arbeiterin filetiert und schneidet Orangen von Hand.
Konkret fordern die Verbände des SGB Lohnerhöhungen von bis zu 100 Franken pro Monat: Eine Arbeiterin filetiert und schneidet Orangen von Hand.
Foto: Gäetan Bally (Keystone)

Der SGB fordert für die Lohnrunde 2020/2021 Lohnerhöhungen von bis zu 100 Franken pro Monat oder bis zu zwei Prozent in Branchen und Betrieben, wo dies wirtschaftlich möglich ist. Angesichts der mangelnden Lohnentwicklung in den letzten Jahren sei dies dringend nötig.

In den letzten Jahren hätten die Löhne trotz gutem Wirtschaftsgang stagniert. Erst 2019 habe es nach zwei schlechten Jahren wieder einen Reallohnanstieg gegeben, und zwar von rund 0,5 Prozent, schreibt der Schweizerische Gewerkschaftsbund (SGB) in einer Mitteilung zu einer Medienkonferenz vom Montag.

«Angesichts der guten Wirtschaftsentwicklung mit einem Wachstum des Bruttoinlandprodukts von 5,9 Prozent (2017 bis 2019) war dies völlig ungenügend. Deshalb sind Lohnerhöhungen dringend nötig.»

Schon seit der Finanzkrise wehrten sich die Arbeitgeber mit dem Krisenargument gegen adäquate Lohnerhöhungen, kritisiert der SGB. Wie bereits damals gezeigt, sei die reale wirtschaftliche Lage besser. «Das globale Krisenargument zieht nicht. In den Branchen mit gutem Geschäftsgang braucht es substanzielle Verbesserungen.»

Konkret fordern die Verbände des SGB Lohnerhöhungen von bis zu 100 Franken pro Monat oder bis zu 2 Prozent in denjenigen Branchen und Betrieben, wo dies wirtschaftlich möglich ist. Auch in den Krisenbranchen mit Kurzarbeit sollten die Arbeitgeber den vollen 13. Monatslohn bezahlen. Und wo aktuell noch Kurzarbeit beansprucht wird, fordert der SGB die Firmen auf, die Löhne der Geringverdienenden auf 100 Prozent aufzustocken, wie das bereits verschiedene Firmen tun.

SDA