Zum Hauptinhalt springen

Super LeagueYB ringt einen aufsässigen FC Luzern nieder

Die Berner gewinnen nach einem Rückstand noch mit 2:1 - und springen wieder auf Platz 1.

Den Young Boys gelingt das 1:1. (Video: SRF)

Auf einmal hatte alles Hand und Fuss. Eine Stunde war gespielt, YB hatte sich bis dahin abgemüht gegen Luzern, war zwar spielbestimmend, hatte den Ball und die Möglichkeiten, aber rannte diesem 0:1 aus der ersten Halbzeit hinterher. Und dann flankte Maceiras, eben erst ins Spiel gekommen, Nsame legte für Elia ab, und der Kongolose traf spektakulär und direkt zum Ausgleich. Zehn Minuten später kam die Flanke von Ngamaleu und Nsame köpfelte direkt aufs Tor - 2:1. Innerhalb von zehn Minuten hatten die Young Boys die Partie gedreht.

Elfmeter stoppt beschwingte Startphase

Angegangen waren sie diese sehr beschwingt. Dem Eifer nach zu urteilen waren sie bemüht, die zuletzt gerade in der Meisterschaft offensiv eher dürftigen Vorstellungen vergessen zu machen. Und es sah zunächst alles ganz nach einer frühen Führung für die Berner aus. Nach zehn Minuten verzeichneten sie schon drei gute Chancen, im Startdrittel über 60 Prozent Ballbesitz. Diese Hierarchie wurde nach knapp 20 Minuten auf den Kopf gestellt. Lefort traf im eigenen Strafraum in einer unglücklichen Schussbewegung Luzerns Knezevic am Fuss, Schiedsrichter Schärer entschied auf Penalty. Schulz traf, Luzern führte, ziemlich aus dem Nichts.

Die Young Boys drehen die Partie gegen Luzern. (Video: SRF)

YB nach der Pause stärker

Der Berner Schwung verklang in der Folge. Die Flanken gerieten nicht mehr so genau, die Zuspiele nicht mehr so steil wie zu Beginn. YB blieb das spielbestimmende Team, aber Luzern stiess jetzt immer wieder gefährlich vor, angeführt vom umtriebigen Schaub.

Daraus entwickelte sich insbesondere nach der Pause eine phasenweise packende Partie, mit offenen Räumen und viel Direktspiel. Nach den zwei Berner Toren waren die Luzerner Bemühungen aber erstickt. Zehn zielgerichtete Minuten machten die Young Boys zum verdienten Sieger - und nach der Niederlage von St. Gallen am Samstag zum neuen Leader. (mrm)

Young Boys – Luzern 2:1 (0:1)

Keine Zuschauer. – SR Schärer. – Tore: 19. Schulz (Foulpenalty) 0:1. 58. Elia (Nsame) 1:1. 69. Nsame (Moumi Ngamaleu) 2:1.

Young Boys: Von Ballmoos; Hefti, Lustenberger, Zesiger, Lefort (57. Maceiras); Sulejmani (57. Fassnacht), Aebischer (70. Gaudino), Camara, Moumi Ngamaleu; Elia (70. Siebatcheu), Nsame (85. Rieder).

Luzern: Müller; Schulz (46. Frydek), Alves, Knezevic, Sidler; Carbonell (82. Emini), Ndenge; Tasar (75. Alounga), Schaub, Ugrinic; Sorgic (65. Ndiaye).

Bemerkungen: Young Boys ohne Sierro (gesperrt), Lauper, Martins, Petignat und Spielmann (alle verletzt). Luzern ohne Binous, Burch, Owusu, Grether, Schürpf und Schwegler (alle verletzt). Verwarnungen: 32. Carbonell (Foul). 45. Tasar (Foul). 60. Camara (Foul). 85. Nsame (Spielverzögerung).

Young Boys

Young Boys
2 : 1

Luzern

Luzern

LIVE TICKER BEENDET

Spielende

Schärer pfeifft die Partie ab. YB schlägt Luzern im Wankdorf mit 2:1

92. Minute
Hefti muss einstecken

Ndiaye trifft den Berner mit dem Arm im Gesicht. Da könnte man durchaus auch die gelbe Karte zeigen.

90. Minute
Nachspielzeit

Drei Minuten gibt es obendrauf. Gelingt Luzern noch der späte Ausgleich oder bringt YB den Vorsprung über die Zeit und holt sich die Tabellenführung?

84. Minute
Gelbe Karte

Nsame sieht vor seiner Auswechslung die gelbe Karte, weil er nicht in unmitterbarer Nähe vom Platz geht sondern den längeren Weg wählt.

84. Minute
Auswechslung

Führungstorschütze Nsame wird durch den jungen Fabian Rieder ersetzt. Nun wird wohl Siebatcheu in die Sturmspitze wechseln.

82. Minute
Auswechslung

FCL-Eigengewächs Emini kommt für den fehlerbehafteten Carbonell ins Spiel.

81. Minute
Chance YB

Und bereits die nächste Torchance: Müller rettet zum zweiten Mal aus kurzer Distanz.

81. Minute
Chance YB

Nächste Grosschance für die Hausherren: Eine wunderbare Kombination über die linke Seite, Sibatcheu lässt durch für Fassnacht und dieser scheitert aus kurzer Distanz an Müller.

78. Minute
Chance YB

Nächster Riesenbock in der Luzerner Abwehr. Carbonell rutscht weg, nachdem ihn Müller anspielen wollte. Die Young Boys nehmen das Geschenk der FCL-Hintermannschaft aber nicht an, auch weil Carbonell entscheidend stört und damit seinen Fehler ausbügelt.

76. Minute
YB dominant

Bereits der Ausgleichstreffer hat dem Spiel der Young Boys gut getan. Mit der Führung im Rücken scheinen sie nun etwas Ruhe in Spiel bringen zu können. Luzern gelingt es in der zweiten Halbzeit noch nicht, offensiv Akzente zu setzen.

75. Minute
Auswechslung

Nächster Wechsel beim FC Luzern: Der junge Alounga kommt in die Partie. Varol Tasar muss für ihn Platz machen.

70. Minute
Auswechslung

Nach dem Tor der nächste Doppelwechsel bei YB: Siebatcheu und Gaudino kommen für Elia und Aebischer.

69. Minute
Tor

TOR für die Young Boys. Der Führungstreffer für die Berner. Ngamaleu kommt auf der linken Seite sehr einfach durch und bringt die perfekte Flanke auf den hochsteigenden Nsame. Sein Kopfball aus kurzer Distanz ist unhaltbar für Müller.

65. Minute
Auswechslung

Zweiter Wechsel beim FCL: Sorgic verlässt den Platz, für ihn kommt Ndiaye.

62. Minute
Chance YB

Fassnacht mit einer Riesenchance per Kopf, doch Müller im FCL-Tor zeigt eine super Parade, verhindert auch den Nachschuss.

60. Minute
Gelbe Karte

Camara kommt gegen Sorcic zu spät, Schärer gibt zwar Vorteil, verwarnt den Berner aber beim nächsten Unterbruch zurecht.

58. Minute
Tor

TOR für die Young Boys. Nsame legt per Kopf ab auf Elia, der herrlich per Volley ins weite Eck trifft. Das Tor wird aufgrund eines Foulspiels überprüft, wird aber gegeben. Ausgleich für die Hausherren.

56. Minute
Auswechslung

Nun reagiert Seoane: Sulejmani und Lefort müssen vom Platz, Fassnacht und Maceiras neu im Spiel.

54. Minute
Corner YB

Zehnte YB-Ecke doch Ugrinic ist zum wiederholten Mal zur Stelle und klärt. Der Nachschuss fliegt deutlich übers Tor.

52. Minute
Mögliches Handspiel

Ngamaleu trifft die Hand von Frydek aus kurzer Distanz. Der Ball war klar an der Hand, jedoch aus sehr kurzer Distanz. Zudem war der Arm angelegt und es war keine Bewegung der Hand zum Ball zu sehen. Der VAR greift nicht ein.

5 Kommentare
    Jonas Merz

    Niederringen ist doch eine fehlplatzierte Headline. Dies würde bedeuten, die Spieler ringten mit grössten Anstrengungen den Gegner nieder und demütigten ihn. YB gewann einfach als bessere Mannschaft gegen Luzern.