Zum Hauptinhalt springen

ArchäologieGefesselt mit der Halsgeige

Am mutmasslichen Ort der Varusschlacht wurde erstmals der fast vollständige Panzer eines römischen Legionärs entdeckt. Der spektakuläre Fund wird Forscher noch jahrelang beschäftigen.

Jedes Jahr spielen Freiwillige die Varusschlacht im Teutoburger Wald nach.
Jedes Jahr spielen Freiwillige die Varusschlacht im Teutoburger Wald nach.
Foto: Peter Hirth/laif

So ganz einfach gab der Erdklumpen sein mehr als zweitausend Jahre gehütetes Geheimnis nicht preis. In der Region Kalkriese bei Osnabrück, dort, wo vor rund 2000 Jahren wohl die Varusschlacht ausgetragen wurde, hatten Archäologen den 500 Kilogramm schweren Block mit Lamellenstruktur freigelegt. Könnte sich darin ein römischer Panzer verbergen?

Um das zu klären, wurde das klobige Stück Erdreich im Ganzen an den Flughafen Münster/Osnabrück gefahren. Voll neugieriger Erwartung starrten die Forscher auf die Bildschirme der dortigen Röntgenanlage. «Und dann konnten wir lediglich sehen, dass man nichts sieht», sagt Stefan Burmeister, Archäologe und Geschäftsführer vom Museum und Park Kalkriese im Osnabrücker Land. Die Erdschichten hatten den Strahlen standgehalten und das geheimnisvolle Objekt im Inneren vollständig abgeschirmt.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.