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Alte Geschichte neu erzähltGangster-Rap im Räuberwald

Die Premiere von «Der Räuber Hotzenplotz» im Schauspielhaus begeistert das Publikum – die 15 Gewinner eines Eintritts spenden jedenfalls begeistert Beifall.

Elmira Bahrami lebt als Räuber Hotzenplotz im Wald und nimmt sich was er will –  zum Beispiel die hochmoderne Kaffeemaschine der Grossmutter.
Elmira Bahrami lebt als Räuber Hotzenplotz im Wald und nimmt sich was er will – zum Beispiel die hochmoderne Kaffeemaschine der Grossmutter.
Foto: Ingo Hoehn

«Räuber Hotzenplotz», der Kinderbuchklassiker von Ottfried Preussler, erhält in der Fassung des preisgekrönten Poetry-Slam-Duos «Zum goldenen Schmied» (Fatima Moumouni und Laurin Buser) viel Schwung. Die pfiffigen Wortspiele erfüllen den Zuschauerraum Mal für Mal mit Gelächter. Daran stört sich nur einer. Der Zauberer Petrusilius Zwackelmann fragt eingeschnappt: «Machen wir denn jetzt Witze über Namen, Witze über Menschen, Witze über mich?!»

Zwackelmann ist allerdings der Einzige, der Witze über Namen reisst. Halb in vertraulicher, halb in spöttischer Manier ruft er den gefürchteten Räuber schlicht beim Namen «Hotzi, Hotzi, Hotzi» und bezeichnet ihn in einem Wutanfall als «schlecht gefüllte Weihnachtsgans». Hotzenplotz kann mit dieser Beleidung eigentlich nicht leben. Glücklicherweise ist er aber nicht allein. Er findet Trost bei seinem vorübergehend gewonnenen Freund und Räubergehilfen Seppel.

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