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Ein Faux-pas hilft den Franzosen

Der Ausfall von Edinson Cavani und ein Goalie-Patzer wogen zu schwer für Uruguay. Frankreich gewinnt 2:0 und ist erster Halbfinalist.

Das Turnier ist vorbei: Der verletzte Edinson Cavani tröstet Luis Suarez.
Das Turnier ist vorbei: Der verletzte Edinson Cavani tröstet Luis Suarez.
Vassil Donev, Keystone
Kann dem Ball nur noch hinter her schauen: Fernando Muslera verschuldet mit seinem Bock das 2:0 und damit die Entscheidung in dieser Partie.
Kann dem Ball nur noch hinter her schauen: Fernando Muslera verschuldet mit seinem Bock das 2:0 und damit die Entscheidung in dieser Partie.
Johannes Eisele, Keystone
Streckt sich vergebens: Fernando Muslera kommt nach einem Kopfball von Raphael Varane zu spät.
Streckt sich vergebens: Fernando Muslera kommt nach einem Kopfball von Raphael Varane zu spät.
Martin Meissner, Keystone
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Die Franzosen treffen in der Runde unter den letzten vier entweder auf Brasilien oder Belgien. Das wegweisende 1:0 in Nischni Nowgorod erzielte Innenverteidiger Raphaël Varane in der 40. Minute nach einem Freistoss von Antoine Griezmann per Kopf. Es war symptomatisch, dass der Treffer nach einer Standardsituation fiel. Zuvor war es die erwartet zähe Partie gewesen.

Das 1:0 durch Raphael Varane. (Quelle: SRF)

Zwar hatten die Franzosen deutlich mehr Ballbesitz, sie fanden aber gegen die kompakt und hart verteidigenden Südamerikaner bis zur Führung praktisch keine Lücken. Und als Kylian Mbappé in der 16. Minute doch einmal in aussichtsreicher Position den Ball erhielt, war er dermassen überrascht, dass er überhastet über das Gehäuse köpfelte.

Das 1:0 war der erste Abschluss der Franzosen auf das Tor Uruguays. Und auch der zweite in der 61. Minute ging rein, wobei Goalie Fernando Muslera diesen Treffer auf seine Kappe nehmen muss, liess er doch einen harmlosen Weitschuss von Griezmann passieren. Der Offensivspieler von Atletico Madrid traf zum dritten Mal an diesem Turnier, zum ersten Mal aus dem Spiel heraus.

Der Patzer von Fernando Muslera zum 0:2. (Quelle: SRF)

Hugo Lloris rettet mirakulös

Der bei Real Madrid tätige Raphaël Varane beendete mit der Führung eine lange Durststrecke der Franzosen gegen Uruguay. Die «Equipe tricolore» hatte zuvor während 524 Minuten kein Tor gegen den Weltmeister von 1930 und 1950 zu Stande gebracht. Zuletzt war Frankreich beim 2:0 in einem Testspiel 1985 erfolgreich gewesen, dem zuvor einzigen Sieg gegen die Südamerikaner.

Bei Uruguay, das die ersten vier WM-Partien allesamt gewonnen und nur ein Gegentor kassiert hatte, wog die Absenz des an der Wade verletzten Topstar Edinson Cavani zu schwer. Ohne seinen kongenialen Sturmpartner blieb auch Luis Suarez blass. Eine sehr gute Möglichkeit zum 1:1 hatten die Uruguayer allerdings, als Martin Caceres in der 44. Minute mit einem Kopfball am spektakulär parierenden französischen Keeper Hugo Lloris scheiterte. Insgesamt aber war bei Uruguay zu wenig spielerische Klasse vorhanden.

Hugo Lloris pariert kurz vor der Halbzeitpause mirakulös. (Quelle: SRF)

Für die Franzosen geht derweil der Traum vom zweiten WM-Triumph nach 1998 weiter. Der Gegner im Halbfinal ist der Sieger der Partie zwischen Rekordweltmeister Brasilien und Belgien.

Uruguay - Frankreich 0:2 (0:1)

Nischni Nowgorod - 43'319 Zuschauer - SR Pitana (ARG)Tore: 40. Varane 0:1. 61. Griezmann 0:2.Uruguay: Muslera; Caceres, Gimenez, Godin, Laxalt; Nandez (73. Urreta), Torreira, Vecino, Bentancour (59. Rodriguez); Suarez, Stuani (59. Gomez).Frankreich: Lloris; Pavard, Varane, Umtiti, Hernandez; Pogba, Kanté; Mbappé (88. Dembélé), Griezmann (93. Fekir), Tolisso (80. Nzonzi); Giroud.Bemerkungen: Uruguay ohne Cavani (verletzt), Frankreich ohne Matuidi (gesperrt). Verwarnungen: 33. Hernandez (Foul). 38. Bentancour (Foul). 69. Rodriguez (Unsportlichkeit). 69. Mbappé (Unsportlichkeit).

SDA

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