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Corona-Krise im SpitzensportFür Subventionen müssen die Clubs die Hosen runterlassen

Transparenz bei den Löhnen und der Finanzstruktur, stärkere Verankerung in ihrer Region: Es gibt gute Gründe, den Spitzensport zu subventionieren. Aber dann müssen auch gewisse Regeln eingehalten werden.

Regional sehr stark verankert: Der FC St. Gallen pflegt seine Anhänger vorbildlich.
Regional sehr stark verankert: Der FC St. Gallen pflegt seine Anhänger vorbildlich.
Foto: Alexandra Wey (Keystone)

Mit etwas dürfen die Chefs von professionellen Fussballclubs und Eishockeyligen per sofort aufhören: mit der Klage, der Spitzensport habe in der Schweiz keine Lobby. Keine drei Tage sind vergangen, seit der Bundesrat schweizweit Geisterspiele angeordnet hat, welche die Clubs vor weitere finanzielle Probleme stellen. Und schon sagt Sportministerin Viola Amherd in einem Interview mit der NZZ, sie schliesse A-fonds-perdu-Beiträge an die Profivereine nicht aus: «Man muss die Forderungen ernsthaft diskutieren.»

Amherd reagiert überraschend offen auf die Klagegesänge der Sportclubs. Damit ist klar, dass spätestens jetzt eine möglichst breite Diskussion darüber stattfinden muss, ob – und wenn ja – unter welchen Voraussetzungen öffentliche Gelder in den Spitzensport fliessen sollen. Gelder, die über die 350 Millionen an unverzinsten Darlehen hinausgehen, die für die professionellen Fussball- und Eishockey-Ligen bereits gesprochen sind.

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