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Corona-Impfungen in der SchweizFrüher geimpft dank «Jokerliste»

Bei der Covid-Impfung kommt es immer wieder zu überzähligen Dosen. Diese werden auch an unter 75-Jährige verimpft. Einige Kantone führen entsprechende Listen.

Jeder Tropfen zählt: Eine Pflegerin wird am Universitätsklinikum Essen mit dem Impfstoff von Moderna gegen Covid-19 geimpft.
Jeder Tropfen zählt: Eine Pflegerin wird am Universitätsklinikum Essen mit dem Impfstoff von Moderna gegen Covid-19 geimpft.
Foto: Keystone

Der Fall des südafrikanischen Milliardärs Johann Rupert hat viele verärgert. Der 70-jährige Besitzer der Hirslanden-Gruppe liess sich im Kanton Thurgau noch vor dem offiziellen Impfstart gegen Covid-19 immunisieren. Inzwischen bereut er dies und spricht von einem «Fehler». Im Interview mit der «SonntagsZeitung» verrät er auch: «Es gibt immer wieder Leute, die kommen zu Impfstoffen, obwohl sie eigentlich nicht berechtigt wären. Ein Freund von mir, er wohnt in Zürich, hat gesagt, er lasse sich nächste Woche impfen, und er ist 55-jährig.»

Wie ist das möglich? Die Kantone sind ja gehalten, zuerst Senioren ab 75 Jahren und chronisch Kranke mit hohem Risiko zu impfen. Weshalb sich der 55-jährige Freund von Johann Rupert dennoch immunisieren lassen kann, wissen wir nicht. Aber es gibt ein kleines Schlupfloch.

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