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Ins «Big Brother»-Haus wollen als Beruf

In der grotesken Satire «Reality» überzeichnet «Gomorra»-Regisseur Matteo Garrone den italienischen Traum, im Fernsehen berühmt zu werden: Ein Monodrama über die Reality, die in die Realität hineinwirkt.

Rufen sie jetzt an? Rufen sie jetzt endlich an? Der Fischhändler Luciano lebt in einer Welt, die ihm zum Fernsehen geworden ist. Foto: Xenix
Rufen sie jetzt an? Rufen sie jetzt endlich an? Der Fischhändler Luciano lebt in einer Welt, die ihm zum Fernsehen geworden ist. Foto: Xenix

Es sind ja auch die Träume, die jemand hat, ein Ausdruck unserer Zeit. Manche handeln deshalb eben davon, berühmt zu werden durch den Einzug in ein «Big Brother»-Haus, wo man dann täglich im Fernsehen kommt und die Chance hat, vor aller Welt zu duschen und auf einem WC den Geschlechtsakt zu verrichten. Also berühmt zu werden eigentlich für nichts, und das wäre die grösste Erfahrung eines Lebens und der Lohn eines Ehrgeizes, der das Ziel und den Sinn hat, sich zum Affen zu machen.

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