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Nach Vorfall bei Demo 2019Freispruch für Schweizer Fotograf in Hongkong

Marc Progin war vorgeworfen worden, am Angriff auf einen chinesischen Bankangestellten beteiligt gewesen zu sein. Das Gericht sprach den Romand nun frei.

Freispruch für Schweizer Fotografen in Hongkong: Der 75-jährige Marc Progin (M.) beim Verlassen des Gerichtsgebäudes in Sai Wan Ho.
Freispruch für Schweizer Fotografen in Hongkong: Der 75-jährige Marc Progin (M.) beim Verlassen des Gerichtsgebäudes in Sai Wan Ho.
Foto: Jérôme Favre (Keystone/13. November 2020)

Ein Schweizer Fotograf wurde von einem Hongkonger Gericht freigesprochen. Ihm war vorgeworfen worden, am Angriff auf einen chinesischen Bankangestellten bei einer Demonstration im Jahr 2019 beteiligt gewesen zu sein.

Der pensionierte Uhrmacher Marc Progin hatte im Oktober 2019 im Zusammenhang mit den Protesten in Hongkong eine Szene fotografiert, bei der Demonstranten den Banker vor den Büros der amerikanischen Bank JP Morgan Chase bedrängten. Dabei schlug ein Mann auf den Chinesen ein.

Das Gericht sprach Progin vom Vorwurf der Unruhestiftung frei. Der Vorgang geht auf den 4. Oktober 2019 zurück, als die Proteste in Hongkong auf einem Höhepunkt waren. Die Anklage machte geltend, der 75-jährige Westschweizer habe die Tür der Bank absichtlich geschlossen, so dass sich der Bankangestellte nicht vor einer demonstrierenden Menge ins Gebäude flüchten konnte.

Ein Jahr Gefängnis hätte gedroht

In einem Video ist zu sehen, wie Progin die Türe schliesst, um besser fotografieren zu können. Progins Verteidigung argumentierte, der Fotograf sei lediglich seiner Arbeit nachgegangen. Für das Verhalten der Demonstranten könne er nicht verantwortlich gemacht werden.

Die Türe habe Progin nur geschlossen, um sich für seine Fotos in eine bessere Position zu bringen. Das Gericht hielt fest, dies sei nicht auszuschliessen. Dem Schweizer drohte ein Jahr Gefängnis.

SDA/fal

1 Kommentar
    Ronnie König

    Eine völlig haltlose Anklage, erfolgte, weil eben Peking nervös war, aus Prinzip, um klarzustellen, dass sie gerne die Weltführung an sich reissen wollen. Zu deren unmenschlichen und kriminellen Bedingungen. Es betraf auch die Schweiz. Und man schrieb entsprechende Leserkommentare die übrigens von der KP beachtet werden. Die Schweiz wird noch geachtet, aber immer weniger beachtet, ausser bei Spionage. Die offizielle Schweiz ist äusserst gut beraten wenn sie ihr Verhältnis zu diesem Schurkenstaat überdenkt und für China nun mein Kommentar auch freigeschaltet wird. Sonst werden Initiativen aufgegleist. So funktioniert Demokratie versus Diktatur.