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Weitere Lockerungen in BaselFragezeichen bei Gartenbädern

So geht es mit den städtischen Schulen und dem Sport weiter.

Vor dem Gartenbad-Eglisee sollen Webcams installiert werden, damit allfällige Warteschlangen von den Besuchern vorgängig gesehen werden können.
Vor dem Gartenbad-Eglisee sollen Webcams installiert werden, damit allfällige Warteschlangen von den Besuchern vorgängig gesehen werden können.
Foto Nicole Pont

Einen Tag nach dem Bundesrat hat am Donnerstag auch das Erziehungsdepartement Basel-Stadt weitere Lockerungsschritte bei den Corona-Massnahmen angekündigt. Die neu möglichen Erleichterungen sollen so schnell wie möglich umgesetzt werden.

Die Entscheide des Bundesrats hätten grossen Einfluss auf die Schulen, das Freizeitangebot und den Sport im Kanton Basel-Stadt, sagte Erziehungsdirektor Conradin Cramer (LDP) an einer Online-Medienkonferenz. Es gehe nun darum, so viel wie möglich so bald wie möglich zu ermöglichen.

Unterschiedliche Modelle an überobligatorischen Schulen

An den Berufsfach- und Mittelschulen wird der Präsenzunterricht am 8. Juni wieder aufgenommen. Anders als an der Volksschule, die schon am 11. Mai weitgehend zum Normalbetrieb zurückgekehrt war, müssen an den weiterführenden Schulen Vorgaben des Bundesamts für Gesundheit befolgt werden.

So müssen sämtliche Anwesenden den Sicherheitsabstand von zwei Metern einhalten. Dies hat zur Folge, dass je nach Räumlichkeiten bis zu den Sommerferien nach unterschiedlichen Konzepten unterrichtet werden muss.

An Schulen, wo es genug Platz hat, können laut Erziehungsdepartement praktisch alle Jugendlichen den Präsenzunterricht besuchen. An anderen Standorten ist dagegen eine Mischung von Präsenz- und Fernunterricht erforderlich. Es gehe darum, in den drei Wochen bis zu den Sommerferien möglich viel Unterricht abzuhalten, sagte Cramer.

Schulausflüge ab nächster Woche möglich

Während an den weiterführenden Schulen vorerst noch keine Normalität einkehrt, kommen die Basler Volksschulen schon kommende Woche in den Genuss eines weiteren Lockerungsschrittes. Weil der Bundesrat die Grenze der Personen für eine Versammlung von 5 auf 30 Personen im öffentlichen Raum erhöhte, können wieder Ausflüge und Exkursionen ausserhalb des Schulareals durchgeführt werden.

Praktisch vollständige Normalität kehrt nach Angaben Cramers bei den Kitas ein. Demnach können wieder Kindergruppen in der normalen Grösse geführt und auch neue Kinder aufgenommen werden. Wieder hochgefahren wird zudem das Angebot der offenen Kinder- und Jugendarbeit.

Besucherzahl bei Gartenbädern noch offen

Noch Unklarheiten gibt es bei den Gartenbädern, die ihre Tore am 6. Juni wieder öffnen. So steht noch nicht fest, wie viele Personen sich gleichzeitig in einem Bad aufhalten dürfen. Beim Sportamt rechnet man mit 1000 bis 2000 Badegästen für ein grosses Bad. Noch warte man jedoch auf die Vorgaben des Bundes. Ebenfalls unklar ist, ob die Anzahl Besucher im Wasserbecken eingeschränkt ist.

Als Dienstleistung für die Badefreudigen will das Sportamt vor den Gartenbädern St. Jakob und Eglisee Webcams installieren. Auf diesen ist zu sehen, ob sich am Eingang der Bäder eine lange Warteschlange gebildet hat. Wegen der verkürzten Badesaison wird zudem der Preis für Abonnements um 30 Prozent gesenkt.

Ebenfalls ab dem 6. Juni können im Kanton Basel-Stadt auch Individualsportlerinnen und -sportler auf den Sportanlagen ihren Trainingsbetrieb wieder aufnehmen. Dabei sollen Präsenzlisten geführt werden, um im Fall von Ansteckungen mit dem Coronavirus die Nachverfolgung enger Kontakte sicherzustellen. Bei der Benutzung der Garderoben und Sanitäranlagen auf den Sportanlagen gibt es weiterhin Einschränkungen.

Eine positive Bilanz zog Cramer zum Entscheid, die Basler Volksschulen vollständig zu öffnen. Die positive Entwicklung der Fallzahlen in den letzten drei Wochen zeige, dass dieser Entscheid richtig gewesen sei. Das erfülle ihn mit Dankbarkeit, sagte der Erziehungsdirektor.

SDA

6 Kommentare
    Stephan Schwarz

    Ich bin gespannt wie sie das lösen wollen? Ich habe absolut nichts gegen Kinder und Familien, aber was zuviele bedeutet sieht man im Sonnenbad Binningen, früher ein ruhiges beschauliches Bad, und heute eine open-air Kita.Dazu kommen noch die uns bekannten, nicht deutsch sprechenden Grossfamilien, welche gleich ganze Teile des Bades in Beschlag nehmen! Das Bassin total überfüllt, auf der Ruhewiese absolut keine Ruhe mehr! Und kommt mir nicht mit den abgetrennten Abteilungen, ich will mit meiner Frau zusammen sein, und nicht nur mit Männern! Wir gehen nicht mehr.