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Problem mit FahrwerkFlugzeug entgeht Katastrophe mit Notlandung in Sitten

Wegen eines Problems mit dem Fahrwerk musste eine Maschine den Flug nach Frankreich abbrechen und ins Wallis zurückkehren. Die Polizei spricht von einer «beeindruckenden» Landung.

Die Feuerwehr legte sicherheitshalber einen Schaumteppich um die Maschine. Der Pilot und der Co-Pilot blieben unverletzt.
Die Feuerwehr legte sicherheitshalber einen Schaumteppich um die Maschine. Der Pilot und der Co-Pilot blieben unverletzt.
Foto: Kapo Wallis

Ein Flugzeug hat am Montag auf dem Flugplatz Sitten im Wallis wegen eines Problems mit dem Fahrwerk notlanden müssen. Nach dem Aufsetzen kippte das Flugzeug auf die Nase. Der Pilot und der Co-Pilot, die beiden einzigen Insassen, blieben unverletzt.

Die beiden waren am Morgen von Sitten in Richtung Saint-Tropez (F) gestartet. Sie kehrten jedoch um, nachdem sie bemerkt hatten, dass das Flugzeug ein Problem mit dem Fahrwerk hatte, wie die Kantonspolizei Wallis verschiedene Medienberichte bestätigte.

Laut dem Newsportal nouvelliste.ch soll es sich bei der Maschine um eine Beechcraft King Air 200 gehandelt haben. Das ist ein zweimotoriges Geschäftsreiseflugzeug mit Turboprop-Antrieb, einem Dutzend Sitzplätzen und einer maximalen Abflugmasse von knapp 5,7 Tonnen.

Stundenlang über Sitten gekreist

Bevor die Piloten mit dem Flugzeug am Boden aufsetzen konnten, mussten sie während über vier Stunden unzählige Runden über dem Wallis drehen, um möglichst viel Treibstoff zu verbrennen. Das tiefere Gewicht verringert die Risiken beim Landen.

Das Flugzeug landete nach Polizeiangaben schliesslich um 14.34 Uhr «sanft» auf dem Flughafen Sitten, «bevor es auf die Nase kippte, weil das Bugfahrwerk nicht vollständig ausgefahren war. «Die Landung war beeindruckend, aber kontrolliert», sagte ein Polizeisprecher.

Der Pilot und der Co-Pilot konnten die Maschine unverletzt und ohne fremde Hilfe verlassen. Die Feuerwehr hatte sicherheitshalber einen Schaumteppich ums Flugzeug gelegt. Ambulanzwagen und Rettungsdienste, die schon bereit standen, mussten nicht eingreifen. Am Flugzeug entstand erheblicher Sachschaden.

Das Flugzeug landete auf der Nase, weil sich das Fahrwerk nicht vollständig öffnen liess.
Das Flugzeug landete auf der Nase, weil sich das Fahrwerk nicht vollständig öffnen liess.
Foto: Kapo Wallis

SDA/sep

2 Kommentare
    Philipp Lenzlinger

    Das Flugzeug hatte ein Fahrwerk-Problem. Somit war von Anfang an klar, dass die Landung ein Problem sein würde. Die Crew hat also durch die Notlandung nicht etwas schlimmeres verhindert, sondern trotz Landung unter erschwerten Bedingungen das Problem professionell gelöst. Es entstand glücklicherweise nur Sachschaden. Auch den schlechtest möglichen Ausgang mit toter oder verletzter Crew würde man wohl nicht als Katastrophe beziechnen, sondern als bedauerlichen Flugzeug-Unfall. Eine "Katastrophe" stand somit nie im Raum. Der Titel ist faktisch falsch und reisserisch.