Zum Hauptinhalt springen

Hunderte Fälle ausgewertetDie Kesb gewinnt fast immer

Eine Analyse von fast 800 Entscheiden des Bundesgerichts zeigt: Wer gegen die Schutzbehörde bis vors höchste Gericht geht, hat nur in fünf Prozent aller Fälle Erfolg.

Ein trauriges Kind: Wenn die Kesb Kindeschutzmassnahmen ergreifen muss, gibt es in der Regel viele Verlierer.
Ein trauriges Kind: Wenn die Kesb Kindeschutzmassnahmen ergreifen muss, gibt es in der Regel viele Verlierer.
Foto: Getty Images

Der Entscheid hinterlässt eine verzweifelte Mutter: Am 14. November 2019 nimmt die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (Kesb) Gelterkinden/Sissach BL der Frau die Tochter weg und platziert sie in einem Heim. Die Mutter wehrt sich vor Gericht – in letzter Instanz mit einer Beschwerde vor Bundesgericht.

Doch das höchste Schweizer Gericht in Lausanne entscheidet auf Nichteintreten. Ein Richter erledigt die Beschwerde im vereinfachten Verfahren. Das Schreiben enthalte keine Begründung, die Forderungen seien unklar, heisst es im Entscheid. Die Mutter beschränke sich darauf, die Ereignisse «aus eigener Sicht zu schildern».

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.