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Mit 24’000 Franken BargeldFalscher Polizist in Rünenberg verhaftet

Hinter der Betrugsmasche steckt in diesem Fall ein 36-jähriger Türke. Im Hintergrund agiere meist eine gut organisierte Tätergruppierung im Ausland, sagt der Baselbieter Polizeisprecher auf Anfrage.

Die echte Polizei bei der Arbeit (Symbolbild).
Die echte Polizei bei der Arbeit (Symbolbild).
Bild: Polizei Basel-Stadt

Falsche Polizisten beschäftigen die echten Ordnungshüter in der Region schon seit Jahren. Nun ist den Baselbieter Beamten ein Coup gelungen, wie am Donnerstag mitgeteilt wurde: Sie konnten einen der Betrüger unmittelbar nach der Tat verhaften. Wie die Polizei schreibt, handelt es sich um einen 36-jährigen Türken.

Dieser hatte gerade 24’000 Franken aus einem Briefkasten – offenbar der vereinbarte Ort der Geldübergabe – gefischt, als die Polizei ihn stellte. «Der 36-jährige türkische Staatsangehörige befindet sich nun in Untersuchungshaft», schreibt die Polizei. Die Staatsanwaltschaft habe ein Verfahren eröffnet.

Phänomen «falscher Polizist»

Hinter dem Phänomen «falscher Polizist» steckt gemäss Roland Walter, Mediensprecher der Baselbieter Polizei, meist eine gut organisierte Tätergruppierung: «Die Anrufer befinden sich in der Türkei und der Abholer hält sich in der Regel in der Schweiz oder angrenzendem Ausland auf.» Die Täter könnten dabei die Telefonnummer auf dem Display manipulieren, so dass eine lokale Polizeinummer angezeigt wird.

Die Opfer hätten nie direkten Kontakt mit den angeblichen Polizisten, da ein Ablageort des Geldes, wie beispielsweise ein Briefkasten, vereinbart wird. Nachdem der Abholort des Geldes abgemacht wurde, greifen die Täter zu und holen die Beute.

Polizei und Staatsanwaltschaft bitten die Bevölkerung des Weiteren, folgende Verhaltensregeln zu beachten um den Betrügern nicht zum Opfer zu fallen:

  • Trauen Sie der Display-Anzeige nicht. Die Anzeige auf Ihrem Telefon kann manipuliert
    sein.
  • Wenn ein angeblicher Polizist oder eine angebliche Polizistin Sie anruft und dazu brin-
    gen will, grössere Geldsummen abzuheben, jemandem zu übergeben oder irgendwo
  • zu deponieren, dann brechen Sie den Anruf ab und informieren umgehend die Polizei
    Basel-Landschaft.
  • Geben Sie keine Details zu Ihren familiären oder finanziellen Verhältnissen bekannt.
  • Übergeben Sie niemals Bargeld oder Wertsachen an unbekannte Personen oder an-
    gebliche Polizisten.
  • Informieren Sie sofort über die Notrufnummer 112 die Polizei, wenn Ihnen eine Kon-
    taktaufnahme verdächtig vorkommt.

(jb)