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Denunzianten haben HochkonjunkturCorona-Fallzahlen als Staatsgeheimnis

Im Umgang mit Covid-19 halten es die Kantone für sinnvoll, keine Detailergebnisse aus den Gemeinden zu publizieren. Ein Fehler, der Schwächen offenlegt.

Der Kantönligeist im Umgang mit Covid-19 führt in der Schweiz zu absurden Informationslücken.
Der Kantönligeist im Umgang mit Covid-19 führt in der Schweiz zu absurden Informationslücken.
Foto: Keystone / Alessandro della Valle

Lediglich in den Kantonen Solothurn und Bern werden die Fallzahlen bei Covid-19 nach Gemeinden aufgeschlüsselt. In Baselland grenzt es dagegen an eine Indiskretion, wenn bekannt wird, dass es mit Burg im Leimental nur noch eine von insgesamt 86 Gemeinden gibt, in der das Virus noch nie zugeschlagen hat. Was aber ist so schlimm daran, wenn wir wissen, dass nicht nur andere Corona haben, sondern das Virus auch bei uns in unmittelbarer Nähe grassiert?

«Eine offene Kommunikation über das Virus ist notwendig.»

Begründet wird der Verzicht auf Information auch im Aargau mit dem Persönlichkeitsschutz. Vor allem in kleinen Gemeinden, so die Befürchtung, könnte dann rasch bekannt sein, wer sich infiziert hat und wer nicht.

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