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Ju-Air-AbsturzExperte entlastet Piloten und kritisiert Untersuchung

Ein renommierter Luftfahrtingenieur widerspricht den Behörden scharf und sagt, dass falsche Berechnungsgrundlagen und heftige Böen die Ju-52 vom Himmel geholt hätten.

Absturzursache weiterhin umstritten: Wrack der Ju-52 beim Piz Segnas, August 2018.
Absturzursache weiterhin umstritten: Wrack der Ju-52 beim Piz Segnas, August 2018.
Foto: Keystone

Peter Frei traute seinen Augen nicht, als er Ende August, mit Einwilligung von Hinterbliebenen, den Berichtsentwurf der Schweizerischen Sicherheitsuntersuchungsstelle (Sust) zum Absturz der Ju-52 am Piz Segnas las. Die Piloten seien an diesem verhängnisvollen Samstagnachmittag vom 4. August 2018 viel zu langsam und zu tief in den Talkessel eingeflogen, weshalb es zum verhängnisvollen Unglück mit 20 Todesopfern gekommen sei.

Dem diplomierten Maschineningenieur ETH kamen an der Richtigkeit dieser Unfallhypothese sofort Zweifel auf: «Dass zwei erfahrene Piloten im Geradeausflug aus dem Reiseflug eine Ju-52 einfach so in den Strömungsabriss fliegen, diesen nicht mehr aufheben können, über den linken Flügel abkippen und dann am Boden aufschlagen, ist nicht nachvollziehbar», sagt Frei.

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