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Neues Buch übers Elsass erschienen«Euer dreckiger Dialekt»

Jahrzehnte arbeitete der französische Staat systematisch an der Ausrottung des alemannischen Dialekts im Osten des Landes und bestrafte Schüler für ihre Muttersprache. Nun legt ein neues Buch den behördlichen Feldzug schonungslos offen. Prädikat: beklemmend.

Menschenrecht für jedermann? Bereits das Cover des Buches lässt daran Zweifel aufkommen.
Menschenrecht für jedermann? Bereits das Cover des Buches lässt daran Zweifel aufkommen.

Bereits das Cover zeigt: Hier sind Autoren am Werk, die aufklären, informieren, aber auch anklagen wollen. Und die bereit sind, ein Thema aufzugreifen, das die Elsässer und Franzosen nach wie vor tief spaltet. In «Une langue qu’on assassine» (wie man eine Sprache umbringt) legt eine Autorengruppe um den Historiker Bernard Wittmann dar, wie der seit Jahrhunderten im Elsass heimische alemannische Dialekt nach dem Ersten Weltkrieg und dann wieder nach dem Zweiten Weltkrieg aus den Schulen verbannt wurde. Erst seit wenigen Jahren werden zaghafte Versuche unternommen, Deutsch wieder als Zweitsprache zu etablieren.

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