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Streit im Fall NawalnyRussland weist Diplomaten aus – Nawalny schon wieder vor Gericht

Russlands Aussenminister Lawrow im Gespräch mit dem EU-Aussenbeauftragten Josep Borrell.

Tiefpunkt der Beziehung

Borrell und Lawrow wollen trotz Unstimmigkeiten ihren Dialog fortsetzen.

Und noch ein Verfahren gegen Nawalny

94-jähriger Veteran im Fokus

Erneute Proteste erwartet

SDA/fal

27 Kommentare
    Renato Maeder

    Wenn wir wollen, dass das demokratische Europa überlebt, muss man sich gegen autoritäre Regime wie Russland, wo Politik vor Recht kommt, schützen.

    Nur 80 Jahre zurückblickend wäre dies im zweiten Weltkrieg schon gegen das Nazi-Regime beinahe schief gegangen. 1940, als der Grossteil Westeuropas bereits unter deutscher Herrschaft war, auch Frankreich den Krieg verloren hatte und Grossbritannien ihre eigenen, von den Deutschen eingekesselten Soldaten im letzten Moment aus Frankreich (Dunkirk) evakuieren musste, stand die Zukunft Europas auf der Kippe.

    Ohne Churchill wäre damals wahrscheinlich auch Grossbritannien untergegangen. Halifax, Chamberlain und fast alle führenden Politiker wollten mit Hitler aus schwächster Position hinaus verhandeln. Nur Churchill, den man nach sieben Jahren politischer Wildnis im letzten Moment zurückholte, sagte: Mit einem solchen Diktator verhandelt man nicht. ... Und mit viel Glück, Stalingrad und der späteren Hilfe der USA kam es damals nicht zu Hitlers "Tausendjährigem Reich".

    Auch darum können wir aus der Geschichte lernen und so Russland nicht als "normalen" Staat betrachten. Dies hat überhaupt nichts mit der russischen Bevölkerung zu tun, sondern mit denen, die ihre Geschicke in der Hand haben und unsere Demokratien unterhöhlen wollen.

    Wir wissen zuweilen nicht mehr, wie wertvoll es ist, in einer Demokratie wie die unsrige leben zu dürfen. Aber dies hat auch seinen Preis.