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Wettermann Jörg Kachelmann«Es wird viel Hafechäs über den Schnee erzählt»

Der Meteo-Unternehmer analysiert den Rekordwinter, der in Wirklichkeit keiner sei. Dabei erzählt er auch, weshalb er die Schweiz nicht mehr für das beste Land der Welt hält.

Auf 1200 Meter Höhe in Selbstisolation: Wettermann Jörg Kachelmann, 62, auf dem Mostelberg ob Sattel SZ.
Auf 1200 Meter Höhe in Selbstisolation: Wettermann Jörg Kachelmann, 62, auf dem Mostelberg ob Sattel SZ.
Foto: Joseph Khakshouri

Wir erreichen Jörg Kachelmann auf dem Hochstuckli ob Sattel im Kanton Schwyz, auf rund 1200 Meter über Meer. Hier, inmitten eines kleinen Skigebiets, hat sich der bekannte Meteo-Unternehmer in Selbstisolation begeben. «Meine Frau und ich wechseln uns ab, damit immer nur ein Elternteil mit dem Schulkind zusammen ist», sagt er. So soll eine Ansteckung der gesamten Familie vermieden werden.

Die Corona-Krise setzt ihm auch aus anderen Gründen zu. «Die Schweiz war für mich immer das beste Land der Welt, und ich war überzeugt, dass wir Corona meistern werden.» Doch sein Vertrauen ist in den letzten Monaten geschwunden, er spricht gar von einem «Lügen-Mantra» der Behörden. «Wenn mal irgendwas mit einem AKW ist, einfach losfahren. Der Bundesrat würde sicher sagen, dass Kinder auf Radioaktivität gut reagieren, und Herr Koch würde über die bessere Bebadbarkeit einer wärmeren Aare ein herziges Buch schreiben.»

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