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Kindergarten droht das Aus«Es wäre eine Katastrophe, wenn alles kaputtgehen würde»

Der Montessori-Kindergarten moki muss das Gemeindehaus Oekolampad verlassen und sucht dringend neue Räumlichkeiten – bisher erfolglos. Laut der Leiterin Simone Panosetti trägt die Evangelisch-reformierte Kirche eine Teilschuld an der Misere.

Im moki wird nach den Grundprinzipien von Maria Montessori unterrichtet.
Im moki wird nach den Grundprinzipien von Maria Montessori unterrichtet.
Foto: ZVG

Der Montessori-Kindergarten beim Allschwilerplatz ist voll ausgelastet, und auch für das kommende Schuljahr hat es mehr als genug Anmeldungen. Trotzdem droht dem Montessori-Kinderhaus moki das Aus. «Wir sind auf jede Hilfe angewiesen!», heisst es in einem verzweifelten Aufruf auf der Homepage des Kindergartens. Das moki hat zwar genügend Kinder, doch bald keinen Ort mehr, wo sich diese aufhalten können.

Seit 2014 befindet sich der private Kindergarten im Gemeindezentrum Oekolampad. Vor dreieinhalb Monaten hat die reformierte Kirche (ERK) jedoch den gesamten Gebäudekomplex für vier Millionen Franken an die Wibrandis-Stiftung verkauft. Die Stiftung hat Grosses vor. Das Oekolampad soll ein «Begegnungsort für alle Generationen» werden. Auf den 3000 Quadratmetern Nutzfläche werden das Vorstadttheater Basel, der Verein Amie zur Unterstützung junger Mütter, die Stiftung Wirrgarten für Demenzkranke und ein Quartiertreffpunkt der Kontaktstelle 4055 ihre neue Heimat finden. Für das Montessori-Kinderhaus hat es keinen Platz mehr. Ende Dezember endet ihr Vertrag. Einen neuen Ort müssen sie jedoch bereits in den nächsten Wochen finden. «Im Frühjahr brauchen wir Klarheit, wohin wir gehen, damit sich die Eltern im schlimmsten Fall nach einer Alternative umsehen könnten», sagt Leiterin Simone Panosetti.

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