Zum Hauptinhalt springen

Podcast zum Schweizer Fussball«Es hatte den Charakter der Premier League»

In der neusten Folge des Fussball-Podcasts «Dritte Halbzeit» schwärmen unsere Redaktoren über Fussball vor Zuschauern. Aber sie stellen sich auch die Frage: Ist es verantwortbar?

So ist das manchmal in einer schnelllebigen Welt. Kaum haben wir den Podcast aufgenommen, überstürzen sich die Ereignisse. Zuerst meldet der FC Thun den Rücktritt von Marc Schneider, und keine drei Stunden später schreibt der FC Zürich: «Der FC Zürich und Ludovic Magnin beenden die Zusammenarbeit.»

13 Zeilen ist die Mitteilung lang, kümmerliche 13 Zeilen für einen Trainer, der immerhin seit Februar 2018 im Amt war und noch einen Vertrag bis 2022 hatte. Wer wissen will, wie es dazu kam, der braucht allerdings nicht zu darben: Er kann unseren Podcast hören, in dem wir den Absturz des FCZ unter Magnin beleuchten. «Ich habe Mitleid mit dem FCZ, mit Canepa und Herrn Magnin», sagt Samuel Burgener. Anders gesagt: Tiefer kann der FCZ in seiner Achtung nicht mehr fallen.

Wir reden lange auch über die Rückkehr der Zuschauer in die Stadien. Gut, die mögliche Kapazität von zwei Dritteln wurde nirgends ausgeschöpft. Aber es war ein anderes Erlebnis, an diesem Wochenende wieder einmal ein Spiel nur schon vor 9000 wie in St. Gallen und Basel oder gut 11’000 in Bern zu erleben. «Es hat den Charakter von der Premier League gehabt», gerät Dominic Wuillemin ins Schwärmen. Flurin Clalüna dagegen will die Gefahren dieses Experimentes nicht vergessen, so viele Zuschauer in Zeiten von Corona wieder zuzulassen. «Man läuft ein gewisses Risiko», sagt er. Auch ihn befremden die Bilder, die in Bern zu sehen waren: Tausende drängten sich vor dem Eingang ins Wankdorf.

Noch mehr Fussball? Abonnieren Sie den Newsletter der «Dritten Halbzeit»

Die «Dritte Halbzeit» freut sich über Ihre Rückmeldung. Schreiben Sie uns hier in die Kommentare, via Instagram an dritte.halbzeit.podcast, melden Sie sich auf Twitter bei @razinger oder via E-Mail bei florian.raz@tamedia.ch.

4 Kommentare
    Andreas Bollner

    Das relativ kultivierte Element, das Einzug gehalten hat, ist bemerkenswert. Aber das Ignorieren von Corona als Gefahr ist nicht angebracht. Bald werden die Geisterspiele Einzug halten müssen.