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Warten auf TestergebnisIm Kinderspital muss man sich bis zu 48 Stunden gedulden

Ein negatives Testergebnis kann Kinder von der Quarantänepflicht befreien. Die Testauswertung am Universitäts-Kinderspital beider Basel wird aber bisweilen zur Geduldsprobe.

Im Universitäts-Kinderspital beider Basel kann es «im seltenen Einzelfall» bis zu 48 Stunden dauern, bis das Ergebnis eines Coronatests feststeht.
Im Universitäts-Kinderspital beider Basel kann es «im seltenen Einzelfall» bis zu 48 Stunden dauern, bis das Ergebnis eines Coronatests feststeht.
Foto: Nicole Pont

Meldungen, wonach Kinder nach einem Corona-Test im Universitäts-Kinderspital beider Basel (UKBB) lange warten müssen, haben sich bestätigt. «Im seltenen Einzelfall kann dies bis zu 48 Stunden dauern», bestätigt Martin Bruni, Kommunikationsbeauftragter des UKBB. Dass es zu langen Wartezeiten kommt, wurde schon früher kritisiert.

Es könne vorkommen, dass sich das Probematerial im Labor des Universitätsspitals Basel (USB) im automatisierten Verfahren nicht auswerten lässt, sagt Bruni. «Es erfolgt eine manuelle Auswertung, und diese kann zur genannten Verzögerung in der Kommunikation des Testergebnisses führen.» In der Regel allerdings erhalten die Kinder das Testergebnis innert 24 Stunden; wenn es negativ ist, per SMS, sonst per Telefon.

Konsequenzen für die Eltern

Das UKBB bietet Corona-Tests für Kinder bis 12 Jahre an. Dass die langen Wartezeiten auch den Alltag der Eltern durcheinanderbringen können, weiss das UKBB. Dies könne aber auch unabhängig von der Corona-Pandemie zu Problemen führen. Das UKBB weist zudem darauf hin, dass sich Eltern bis zum Vorliegen des Testergebnisses an die geltenden Bestimmungen des Bundesamts für Gesundheit (BAG) bezüglich Isolation und Quarantäne halten müssen.

Diese Bestimmungen enthalten allerdings erheblichen Spielraum. Kinder mit nur leichten Symptomen ohne Fieber und ohne Kontakt mit einer positiv getesteten Person müssen gemäss BAG nicht zu Hause bleiben. Erst bei starkem Husten oder gar bei Fieber sind die Eltern angehalten, ihre Kinder bis 24 Stunden nach Abklingen der Symptome zu Hause zu behalten. Wo die leichten Symptome aufhören und der starke Husten beginnt, bleibt offen – oder muss der Kinderarzt abschätzen.

Am siebten Tag einer Quarantäne

Kinder leiden unter Corona-Massnahmen besonders. Empfohlen sind Tests am siebten Tag einer Quarantäne. Ein negatives Testergebnis befreie Kinder in diesem Fall von der Quarantäne, bestätigt Anne Tschudin, Leiterin Kommunikation des Gesundheitsdepartements Basel-Stadt. Das gelte auch für ihre Eltern, sogenannte asymptomatische indirekte Kontaktpersonen, sagt Tschudin.

Angesprochen auf die langen Wartezeiten bis zum Testergebnis, weist Martin Bruni vom UKBB für diesen Fall darauf hin, dass sich Eltern ja auch unabhängig von den Kindern testen lassen können. Bei Schnelltests in Apotheken liegt das Resultat in der Tat nach einer Viertelstunde vor.

3 Kommentare
    Sascha Lang

    Manchmal komme ich mir vor wie meine Kinder Jahren. Damals hat uns unsere Mutter im Globus abgegeben weil Trudi Gerster Märchen erzählt hat. Während dieser Zeit konnten die Eltern in Ruhe einkaufen. In den meisten fällen geschah dies in der Weihnachtszeit.

    Mir scheint es praktisch täglich, dass wir uns in der Weihnachtszeit befinden und wir jeden Tag neue märchen aufgetischt bekommen.

    Seit Monaten hat uns erzählt, dass Kinder kein Ansteckungsrisiko sind. Deshalb müssen auch die Schule nicht geschlossen werden und die Kinder werden nicht getestet.

    Nun kann man anscheinend die Kinder trotzdem im Unispital testen lassen. Die Eltern die gegen eine Schulschliessung sind haben es auf einmal sehr eilig und beschweren sich über die Wartezeit der Test Resultate.

    Das BAG meint, alles kein Problem. Eine sehr seriöse Studie aus Berlin hat uns vor einigen Tagen darüber informiert, dass die Ansteckungsgefahr in Schulen sehr hoch ist.

    Die Anzahl Ansteckungen geht in den letzten Tagen/Wochen war kam zurück. Trotzdem will man am Lockdown festhalten, diesen sogar noch verschärfen.

    Mich wundert es nicht, dass es überall zu Protesten kommt. Kein Mensch kann die uns aufgetischt den „Tatsachen“ noch verstehen.