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US-Wahl: Die grosse UnsicherheitEs braucht Stärke, um das Nichtwissen auszuhalten

Unsicherheit ertragen: Das ist jetzt, nach der immer noch nicht abschliessend ausgezählten US-Wahl, die höchste Tugend. Wie das geht.

Diese Wahl sei «nail-biting», heisst es. Hier verfolgt eine Trump-Wählerin voller Schrecken die Entwicklungen der Wahl auf dem Bildschirm bei einer Wahlparty in Las Vegas.
Diese Wahl sei «nail-biting», heisst es. Hier verfolgt eine Trump-Wählerin voller Schrecken die Entwicklungen der Wahl auf dem Bildschirm bei einer Wahlparty in Las Vegas.
Foto: Keystone-sda.ch

Mal ehrlich: Wie gehts Ihnen gerade? Können Sie noch?

Gestern fühlte sich die Welt noch anders an. Klar, niemand hatte 2016 vergessen, keiner wiegte sich in Sicherheit. Trotzdem wurde die gestrige US-Wahl für jeden eine Achterbahnfahrt – eine, die uns bis jetzt weiter- und weiterdreht, obwohl wir längst durchgeschüttelt und am Ende der Kräfte sind. Jubel, Entsetzen, Hoffnung: Wen es auch nur ein bisschen interessiert, wer an der Spitze der freien Welt das Sagen hat, der geht mittlerweile auf dem Zahnfleisch.

Einer, der so etwas gar nicht gut verkraftet, ist der aktuelle Präsident. Darum hat er seine Zusage nicht eingehalten und sich verfrüht – und wutschnaubend – zum Sieger deklariert.

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