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Kofler&Karriere@homeErwartungsvolle Grosseltern treffen auf erschöpfte Eltern

Die Politikerinnen und Politiker wollen, dass wir uns die Weihnachtstage mit harter Verhaltensdisziplin erarbeiten, um dann endlich im Familienkreis feiern zu können. Aber freuen sich wirklich alle so auf das Fest?

Im Corona-Jahr 2020 wird Weihnachten wie ein Hoffnungsschimmer angeschaut. Aber wird das Fest wirklich so idyllisch?
Im Corona-Jahr 2020 wird Weihnachten wie ein Hoffnungsschimmer angeschaut. Aber wird das Fest wirklich so idyllisch?
Foto: Getty Images

«Dürfen wir noch Weihnachtslieder singen?», titelte der Blick gestern. Wie können wir das Fondue chinoise BAG-gerecht verputzen? Soll man das Fest in den Garten verlegen? Die Festtage werden seit Wochen als das nächste grosse Etappenziel für die Bevölkerung dargestellt, die Experten überbieten sich mit Ratschlägen für die heilige Zeit.

Noch krasser als in der Schweiz ist die Festtagseuphorie in Deutschland. Schon im November hat Kanzlerin Angela Merkel betont, dass es auf keinen Fall «Weihnachten in Einsamkeit» geben soll. Nun hat die Regierung Regeln für die Festtage erlassen, die man sich fast aufschreiben muss, um sie sich zu merken. Vom 1. bis zum 23. Dezember dürfen die Deutschen nur noch 5 Personen treffen. Ab dem 24. dann kippt man ins andere Extrem: Plötzlich sind 10 Personen aus 10 verschiedenen Familien erlaubt – plus «so viele Kinder, wie in die Bude passen», wie in der Diskussionssendung «Maybrit Illner» gefrotzelt wurde. Die soziale Grosszügigkeit gilt genau bis zum 1. Januar. Danach wird zurückbuchstabiert. Ganz nach dem Motto: «Erst muss gefastet werden, dann gibts sieben Tage Völlerei».

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