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Erben und Vererben: Interview mit Markus Somm«Erkennen Sie den Trick?»

Publizist Markus Somm ist flammender Kapitalist – und Sohn eines reichen Vaters. Ein Gespräch über die Erziehung privilegierter Kinder und die Kunst, vermögend zu bleiben.

Markus Somm am Swiss Media Forum in Luzern, September 2018.
Markus Somm am Swiss Media Forum in Luzern, September 2018.
Foto: Keystone

Dass wir heute vermehrt über grosse Erbschaften und Vermögen reden, hat viel mit dem französischen Ökonomen Thomas Piketty und dessen Weltbestseller «Das Kapital im 21. Jahrhundert» zu tun. Was halten Sie von ihm?

Piketty ist ein Marxist. Ich habe Karl Marx seinerzeit ebenso gerne gelesen, aber wie Marxisten halt so sind: intellektuell anregend, aber empirisch äusserst schwach. Pikettys Kernaussage ist, dass wir in Oligarchien lebten. Dass keine soziale Mobilität mehr möglich sei. Und das stimmt ja offensichtlich nicht, für uns in der Schweiz ganz besonders nicht. Auch wer nichts erbt, kann es bei uns nach oben schaffen. Wo Piketty allerdings einen Punkt hat: Wer reich geboren wurde, muss sich in der Schweiz schon sehr ungeschickt verhalten, damit er arm stirbt.

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